Hinweise | Anmelden / Benutzerkonto erstellen

 

M E N U

 

 

::Home::

::News::

::Spielinfo::

::Technik::

::Crew::

::Logbuch::

::Lexikon::

::Kontakt::

 

Aus KatanaWiki

Debugging
Autor: Garrick Andersson
Anfangssternzeit: 63.082,07
Endsternzeit: 63083.87
Anfangsdatum: 30.1.2386, 22:55
Enddatum: 31.1.2386, 14:47


Der Captain eilte zur technischen Konsole im hinteren Teil der Brücke, während er seine Brückencrew förmlich von Bord scheuchte. "Nun machen Sie schon, bevor uns hier alles um die Ohren fliegt!" So recht schien sich aber niemand zu rühren. Einerseits freute es den kommandierenden Offizier sehr, dass niemand das Schiff einfach so aufgeben mochte, andererseits hätte er es sich nie verziehen, wenn jemand aus dieser fabelhaften Crew zu Schaden kommen würde. "Ich werde versuchen, die Eindämmung von hier aus wieder her zu stellen", schob der Captain noch nach. "Ich werde Sie hier nicht allein lassen, Sir!" bekräftigte Karl-Theodor Randon, doch der Captain widersprach seinem XO: "Sie sind ein sehr pflichtbewusster Offizier, Commander, aber Sie scheinen die drei Grundregeln für Captains der Sternenflotte nicht zu kennen: Steck dein Hemd in die Hose, lass niemals ein Mitglied deiner Crew zurück und geh mit dem Schiff unter!" brachte er diese Regeln in eine für die Situation passende Reihenfolge. "Sollte ich keinen Erfolg haben, wird die Crew einen kommandierenden Offizier benötigen. Jetzt gehen Sie! ALLE! Das ist ein Befehl!" Der strenge Gesichtsausdruck, den Garrick nun zur Schau trug, gab schließlich den Ausschlag und so verließen die Anwesenden die Brücke - bis auf Marina DeSoto. Der Däne drehte sich fragend zu seiner OPS-Offizierin um. "Ich bleibe", meinte sie schlicht, "es könnte doch sein, dass es zu weiteren Fehlfunktionen kommt, die Sie außer Gefecht setzen, Sir. Dann kann ich noch versuchen, Ihre Arbeit fortzusetzen." Soviel Schneid hatte Garrick der jungen Frau, die ihm gegenüber bislang eher schüchtern und zurückhaltend gewesen war, gar nicht zu getraut. Überrascht schüttelte er nur den Kopf, denn das Eindämmungsfeld beanspruchte nun seine ganze Aufmerksamkeit. Dann grummelte er: "Das bringt Ihnen entweder ein Kriegsgerichtsverfahren oder eine Belobigung ein, Lieutenant. Aber wo Sie schon hier sind, überwachen Sie die Evakuierung des Schiffes und erstatten mir Bericht!"

Konzentriert arbeitete der Captain daraufhin weiter an der Maschinenraumkonsole. Er probierte diverse Restrukturierungs-Algorithmen aus, leitete Energie um und nahm Einstellungen vor, von denen er wusste, dass Seeta ihm dafür vermutlich den Kopf abreissen würde - immer vorausgesetzt, er überlebte die nächsten Minuten. Trotzdem blieben die Anzeigen auf besorgniserregendem Niveau. "Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu..." murmelte der Däne in zunehmender Ratlosigkeit. Er war es gewohnt, dass gerade technische Dinge logisch reagierten und nicht rein zufällig, wie es aktuell den Anschein erweckte. Und wenn einem das Verhalten einer Komponente unlogisch erschien, hatte man einfach nur noch nicht die dieser Komponente inne wohnende Logik erkannt. Doch Garrick war sich ziemlich sicher, den Warpantrieb von Sternenflottenraumschiffen aus dem Eff-eff zu beherrschen. Die letzte Möglichkeit, die ihm noch einfallen wollte, war, das Mischungsverhältnis von Materie und Antimaterie zu verändern, aber etwas anderes als das perfekte 1:1, das aktuell eingestellt und vom Computer bestätigt war, machte doch überhaupt keinen Sinn.

Marina DeSoto meldete schließlich: "Die letzten Fluchtkapseln verlassen soeben das Schiff, Sir!" Garrick brummelte eine Bestätigung, als die Anzeigen vor ihm schlagartig auf Normalwerte sprangen und der Alarm beendet wurde. Die Hände des Dänen zuckten von der Konsole, als habe er sich verbrannt. DeSoto rief erfreut aus: "Sie haben es geschafft, Captain! Gute Arbeit...!" Schnell biss sie sich auf die Lippen; den Captain zu loben war vermutlich nicht die taktisch klügste Vorgehensweise, wollte man sich nicht unbeliebt machen. Doch der Kommandant schien die Bemerkung gar nicht wahrgenommen zu haben. Er meinte nur verwirrt: "Ich glaube nicht, dass ich das gewesen bin, Lieutenant..." Dem Braten noch immer nicht trauend, führte Garrick eine Diagnose des Warp-Antriebs durch, doch alle Parameter befanden sich im grünen Bereich - wenn auch durch seine Rettungsversuche alles andere als optimal eingestellt. Oh ja, Seeta WÜRDE ihm den Kopf abreissen... Seufzend drehte der Captain sich schließlich um. Irgendetwas würde ihm wohl einfallen, um seinen kleinen Dampfkessel wieder herunter zu kühlen. Vielleicht reichte ja die schlichte Tatsache, dass der Vater ihrer Kinder überlebt hatte?! Nun fiel sein Blick auf die Fluchtkapseln, die zu hunderten auf dem Hauptschirm der Katana zu erkennen waren. "Holen Sie unsere Leute zurück, Lieutenant. Die gröbste Gefahr scheint gebannt. Computer, roten Alarm beenden!" Beinahe erwartete Garrick eine neuerliche Zeitansage, doch stattdessen erhellte sich das Licht auf der Brücke und das Blinken der roten Indikatoren hörte auf.

Etwa neun Stunden später war auch die letzte Fluchtkapsel an Bord zurück gekehrt. Aber bereits gut zwei Stunden nach der Rückkehr der ersten Crewmitglieder waren dann jedoch die technischen Probleme wieder aufgetreten. Garrick hockte etwas missmutig im Kommandosessel und rieb sich müde den Nasenrücken. Karl-Theodor Randon bemerkte dies und erkundigte sich: "Wie lange sind Sie eigentlich schon im Dienst, Captain?" Der Däne blickte seine rechte Hand aus leicht glasigen Augen an: "XO, ich weiß Ihre Sorge wirklich zu schätzen, aber..." Der Commander winkte rüde ab und fuhr dazwischen: "Aber jetzt gehen Sie in Ihr Quartier und ruhen sich aus, Sir! Oder soll ich Doktor Maddigan herbeizitieren, damit er Ihnen eine Ruhepause verordnet?!" Garrick lehnte sich verblüfft etwas zurück: "Das wagen Sie nicht!" Der Erste Offizier setzte eine Pokermiene auf, die soviel zu sagen schien, wie "Wollen Sie wetten?", so dass der Captain schließlich nachgab. Langsam erhob er sich, machte ein strenges Gesicht und deutete mit dem Finger sowohl auf den Commander als auch auf Lieutenant DeSoto, die im Gegensatz zu ihm selber erst vor etwa drei Stunden wieder zum Dienst erschienen war. "Ihr Verhalten in dieser Krise grenzt an Insubordination, jawoll, Insubordination!" Sowohl Marina als auch Karl-Theodor unterdrückten mühsam ein Lachen und versuchten, möglichst betreten dreinzuschauen. Garrick brummelte noch etwas, dann trat er in den Turbolift. "Ich sehe Sie dann in neun Stunden, Sir!" rief ihm der XO noch hinterher, bevor sich die Türen des Liftes schlossen.

Neun Stunden! Der hatte Nerven! In der Zeit mochte das Schiff womöglich tatsächlich auseinander fallen! Garrick trottete müde durch die Korridore der Katana. Andererseits konnte er die Pause wirklich gut gebrauchen. Er freute sich auf sein Bett. Vor dem Quartier seiner kleinen Familie hielt der Captain jedoch kurz inne und betätigte den Kommunikator: "Computer, lokalisiere Commander Yadeel!" Halberlei erwartete der kommandierende Offizier eine erneute Zeitansage, doch dieses Mal gab der Computer bereitwillig Antwort: "Lieutenant Commander Yadeel befindet sich in ihrem Quartier." Das konnte übel werden. Garrick war sich sicher, dass Seeta sich nach ihrer Rückkehr an Bord zuallererst auf den Warpantrieb gestürzt hatte. Langsam trat der Däne näher, sodass sich die Türen des Quartiers öffneten. Vorsichtig lugte er hinein, damit rechnend, dass diverse Gegenstände geflogen kämen. Doch nichts dergleichen passierte. Stattdessen erblickte er seine Frau und die beiden Kinder, die am Esstisch rund um einen kleinen Kuchen saßen, auf dem drei Kerzen brannten.

Da keine Gefahr in Verzug zu sein schien, straffte der Däne die Gestalt und trat schwungvoll ein. "Da bist Du ja!" Seeta hüpfte erfreut von ihrem Stuhl auf und fiel Garrick glücklich um den Hals. Nach einem langen Kuss löste sie sich leicht von ihrem Mann und erklärte mit Blick auf die beiden Kinder: "Wir feiern Lumas Geburtstag nach. Das haben Mama und Papa ja gestern ganz vergessen!" Garrick nickte und ihm wurde erneut klar, wieviele Opfer der Beruf als Offizier der Sternenflotte einem doch manches Mal abverlangte. Er blickte kurz suchend durch den Raum, bevor sein Blick an einem kleinen Metalleimer hängen blieb und er sich erkundigte: "Das heißt, den dort werde ich jetzt nicht benötigen?" Seeta folgte seinem Blick und strich anschließend leicht mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand über die Brust des Dänen: "Wieso solltest du den denn brauchen?" fragte sie scheinheilig. Sie wollte also, dass er zu Kreuze kroch, erkannte der Captain. Er seufzte kurz: "Ich weiß, dass ich bei meinen Bemühungen, den Warpantrieb zu reparieren, diesen nicht optimal eingestellt hinterlassen habe." Jetzt kicherte Seeta. Sie löste sich vollends von ihrem Mann und trat die Flucht zum Sofa an, nachdem sie ihn geneckt hatte: "Dann hättest du vielleicht jemanden fragen sollen, der sich mit so etwas auskennt?!" Garrick stieß entrüstet die Luft aus: "Na warte, du kleine zanderianische Hexe! Dir werd ichs zeigen!" Mit großen Schritten nahm er die Verfolgung seiner Frau auf. Diese flüchtete lachend weiter in Richtung des Schlafzimmers, während sich Luma-Erika kichernd über den Zirkus, den ihre Eltern mal wieder abzogen, amüsierte.


Lieutenant Commander Kova saß an seinem Schreibtisch und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. So sehr er auch die Bemühungen der Ingenieurscrew der Katana honorierte, die Fehlfunktionen des Schiffes in den Griff zu bekommen, schätzte er die Wahrscheinlichkeit, dass die Kameraden um Lieutenant Commander Yadeel die Ursache finden würden, mittlerweile auf unter 10 Prozent ein. Falls es wirklich ein Problem in Form von defekten Schaltkreisen oder Softwarebugs geben sollte, hätte die Besatzung des Maschinenraums den Fehler nach Ansicht des Sicherheitschefs schon vor Stunden finden müssen. Er diente zwar noch nicht sehr lange an Bord, aber an der Expertise der Technikercrew bestand nach seiner Meinung kein Zweifel. Außerdem gab es da dieses 2,78 Stunden lange Zeitfenster während der Evakuierung, als offenbar überhaupt keine Probleme an Bord aufgetreten waren. Der Logik zufolge ließ das nur einen Schluss zu: Die Ursache der Probleme war nicht rein technischer Natur. Daher sollten auch andere Einflüsse untersucht werden.

Aus den regelmäßigen Briefings der Führungscrew wusste er, dass Dr. Lazarus und Lieutenant DeSoto nach Phänomenen gesucht hatten, die von außerhalb auf das Schiff einwirken mochten. Doch auch diese Untersuchungen waren bisher ergebnislos verlaufen. Und selbst wenn irgendein äußerer Effekt auf die Schiffssysteme wirkte, würde dies nicht jene 2,78 Stunden erklären, in denen an Bord alles reibungslos funktionierte. Der Vulkanier beschloss, sich auf eben jenen Zeitraum zu konzentrieren. Das Ende sowie der Wiederbeginn der Störungen ließ sich genau ermitteln. Irgendetwas musste an diesen Zeitpunkten also geschehen sein.

"Computer, liste alle Veränderungen auf, die sich eine Minute vor und nach Sternzeit 63082.2165 an Bord ereignet haben!" wies der Vulkanier den Schiffscomputer an. Dieser piepte bestätigend und zählte dann auf: "Fluchtkapsel 345 verlässt das Schiff, Fluchtkapsel 346 verlässt das Schiff, Fluchtkapsel 347 verlässt das Schiff, das Shuttle Moebius verlässt Hangar 2, Fluchtkapsel 487 verlässt das Schiff, das Eindämmungsfeld des Warpkerns ist wieder stabil, Fluchtkapsel 488 verlässt das Schiff, Fluchtkapsel 489 verlässt das Schiff..." Der Computer zählte noch eine Reihe weiterer Fluchtkapseln auf. Alles sah soweit erst einmal nur nach einer geordneten Evakuierung des Schiffes aus.

Vielleicht erkannte er einen Zusammenhang, wenn er sich die entsprechende Liste vom Zeitpunkt, an dem die erste Störung wieder gemeldet wurde, ebenfalls anzeigen ließ, dachte Kova. Er stellte die entsprechende Anfrage und der Computer zählte auf: "Fluchtkapsel 124 dockt an, Fluchtkapsel 125 dockt an, Fluchtkapsel 126 dockt an, Fluchtkapsel 265 dockt an Fluchtkapsel 266 dockt an, Shuttle Moebius landet in Hangar 2, Fluchtkapsel 267 dockt an, Fluchtkapsel 268 dockt an, auf Deck 4, 8, 10 und 15 wird die Bordzeit abgefragt, Fluchtkapsel 269 dockt an..." - "Computer, Pause!" wies der Sicherheitschef den Rechner an. Alles in allem erneut eine Liste, die die geordnete Rückkehr der Besatzung auf das Schiff widerspiegelte. Die einzige Gemeinsamkeit beider Listen fiel dem Vulkanier aber sofort ins Auge. Shuttle Moebius. Möglicherweise interferierten die Systeme des Shuttles irgendwie mit den übrigen Bordsystemen der Katana, spekulierte Kova in Gedanken. "Computer, wurden an Bord von Shuttle Moebius ebenfalls technische Probleme im betrachteten Zeitraum gemeldet?" Der Computer antwortete: "Negativ. Es ist Sternzeit 63083.49."

Kova dachte kurz nach, dann betätigte er seinen Kommunikator: "Lieutenant Commander Kova an Lieutenant Commander Yadeel." Es dauerte nur kurz und die Stimme der Zanderianerin antwortete: "Hier Yadeel. Was gibt es Commander; ich bin gerade sehr damit beschäftigt, zu verhindern, dass unser Abfall aus den Replikatoren quillt?!" Der Vulkanier warf einen schnellen Blick auf das entsprechende Gerät in seinem Quartier, das jedoch bisher kein derartiges Verhalten zeigte. "Ich störe nur ungern, aber ich habe eine neue Theorie für die Ursache unserer technischen Probleme. Sie scheinen nur aufzutreten, wenn sich das Shuttle Moebius an Bord befindet."

"Wie bitte?!" Seeta klang ehrlich verblüfft. Das war nun mit Abstand das Abstruseste, was sie in diesem Zusammenhang bisher an Theorien vernommen hatte. Wie sollte ein geparktes Shuttle solchen Einfluss auf sämtliche Schiffssysteme ausüben können? Doch aus dem Mund des Vulkaniers - so wurde ihr klar - kam dieser Möglichkeit vermutlich eine gewisse Bedeutung zu. Er würde sie nicht damit behelligen, wenn er sich seiner Sache nicht sehr sicher war. "Also gut", meinte sie, "treffen Sie mich im Hangar 2."

Seeta fand die Vorstellung eines Evil-Shuttle zwar nach wie vor abstrus, aber die Zanderianerin hatte sich der Logik des Vulkaniers und seiner Analyse nicht entziehen können. Und nach tagelangem ergebnislosen Forschen und Reparieren war sie bereit, jeden Strohhalm zu ergreifen, der sich ihr bieten mochte. Jetzt war sie etwa zwei Stunden zusammen mit Kova durch das kleine Schiff gekrochen, ohne auch nur einen Hinweis darauf zu entdecken, wie ausgerechnet dieses Schiffchen die Systeme der Katana stören mochte. Leicht genervt klappte die kleine Frau ihren Tricorder schließlich zu. "An diesem Shuttle ist nichts Besonderes, Commander. So Leid es mir tut, das zu sagen, aber ich befürchte, an Ihrer Logik ist irgendetwas falsch." Der Vulkanier zog eine Augenbraue hoch, bevor er konstatierte. "Möglicherweise habe ich noch nicht alle Parameter berücksichtigt." Er zögerte kurz, bevor er nachschob: "Wir könnten natürlich einen letzten, einfachen Test durchführen, um meine Theorie zu überprüfen: Ich fliege mit dem Shuttle von Bord. Wenn ich Recht habe, sollten die Fehlfunktionen dann ja aufhören." Seeta sah ihn aus großen gelben Augen an: "Hätte Ihnen das nicht einfallen können, bevor wir zwei Stunden mit sinnloser Arbeit verschwenden?!" Trotzdem war die Zanderianerin gewillt, diesen Versuch zu unternehmen. Der Umstand, dass sie keine Ursache finden konnte, bedeutete schließlich nicht, dass diese nicht existierte.

Nun stand die Zanderianerin an der Abflugkontrolle des Hangars und beobachtete, wie die Moebius langsam durch das Kraftfeld, das die Hangaröffnung verschloss, flog und sich anschließend von der Katana entfernte. Wenig später meldete sich Kova: "Ich habe nun die Maximalentfernung überschritten, die die Moebius während der Evakuierung erreicht hat." Seeta nickte: "Yadeel an McGowan. Tessa, wie siehts aus? Sind die Fehlfunktionen weg?" Es dauerte etwas, dann antwortete die Stimme der jungen Frau: "Negativ, Sir. Wir erhalten weiterhin Meldungen über Fehlfunktionen." Wie zur Bestätigung flackerte das Licht im Hangar kurz auf und die Zanderianerin hoffte inständig, dass wenigstens das Kraftfeld halten würde. Nach einem Ausflug ins All stand ihr nämlich so gar nicht der Sinn. Die Chefingenieurin entschied, noch ein paar Minuten zu warten, aber nichts deutete auf eine signifikante Verbesserung der Lage hin. Wäre das Shuttle tatsächlich die Wurzel allen Übels, hätten die Fehlfunktionen ja quasi sofort enden müssen, nachdem es die Katana verlassen hatte.

Zwei Mal Lichtflackern und drei unaufgeforderte Zeitansagen später forderte Seeta Kova auf, wieder an Bord zurück zu kehren. "Tut mir Leid, Commander, aber ich denke, das Shuttle können wir nun definitiv als Quelle ausschließen." Die Chefingenieurin glaubte fast, so etwas wie Zerknirschung in der Stimme des Sicherheitschefs zu hören, als dieser antwortete: "Nein, mir tut es Leid, Lieutenant Commander. Offensichtlich gibt es wirklich einen Fehler in meiner Logik und ich habe Ihnen zusätzliche Arbeit gemacht." Seeta zuckte andeutungsweise die Schultern, bis ihr bewusst wurde, dass der Vulkanier an Bord der Moebius das ja gar nicht sehen konnte. "Kein Problem", sagte sie daher nur, "Sie hätten ja richtig liegen können. Yadeel Ende." Sie überwachte noch das Andockmanöver des kleinen Schiffes und kehrte dann in den Maschinenraum zurück.

Während er von Hangar 2 zu seinem Quartier zurückkehrte, grübelte Kova über die Schlussfolgerung, die er gezogen hatte, nach. Das Shuttle selbst war also offenbar nicht die Ursache, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sein Abflug und seine Ankunft irgendwie mit dem Verschwinden und Wiederauftreten der Probleme an Bord zusammenhingen, war einfach zu groß. Wenn es nicht das Shuttle selbst war, sinnierte er weiter, dann musste es etwas an Bord des Shuttles gewesen sein, wurde ihm schließlich klar. Und was hatte sich an Bord befunden? "Kova an den Captain: Sir, ich muss mit Ihnen sprechen!"


Garrick Andersson saß im Sessel seines Bereitschaftsraumes und hatte dem Bericht seines Sicherheitschefs gelauscht. Jetzt verzog er missbilligend das Gesicht: "Lieutenant Commander Kova..." begann er langsam, "wollen Sie mir wirklich sagen, dass eines oder mehrere unserer Besatzungsmitglieder absichtlich oder unabsichtlich für unsere derzeitigen Probleme verantwortlich sind? Wie, bei allen Raumgeistern, soll das denn gehen?!" Der Vulkanier musterte seinen Captain mit unbewegter Miene, als er antwortete: "Das weiß ich auch noch nicht, Sir. Aber ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die Probleme aufhörten, als das Shuttle nicht an Bord war." Garrick ahnte, wie abstrus Seeta schon die Vorstellung, das Shuttle könne die Katana-Systeme beeinflussen, vorgekommen sein musste und er hatte mit Respekt zur Kenntnis genommen, dass Kova mit seiner offensichtlichen Fehleinschätzung nicht hinter dem Berg gehalten hatte. Daher sagte er nun: "Commander, das Ganze grenzt aber haarscharf an einer Hexenjagd. Es wirkt wie die Suche nach einem Sündenbock. Ich glaube nicht, dass ich zu etwas Derartigem bereit bin." Kova nickte: "Ich verstehe Ihre Bedenken, aber die Logik..." Garrick winkte ab und knurrte: "Ja, logisch betrachtet mögen Sie ja Recht haben... Aber wie stellen Sie sich das vor?" Kova räusperte sich kurz: "Wir sollten die Evakuierung des Shuttles nachstellen. Alle Crewmitglieder, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung an Bord befanden, verlassen die Katana mit dem Shuttle erneut. Falls ich erneut falsch liege und die Probleme danach nicht aufhören, werde ich mich selbstverständlich bei allen betroffenen Kameraden persönlich entschuldigen, Sir." Der Captain schüttelte den Kopf. "Das wird nicht nötig sein, Mr. Kova, aber ich weiß die Geste zu schätzen. Wenn wir das machen, wird es meine Entscheidung und meine Verantwortung sein." Der Captain grübelte noch ein Weile über den Vorschlag seines Sicherheitschefs. Auf einem Padd vor ihm stand bereits eine Liste der zehn Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der Moebius befunden hatten. Es widerstrebte ihm, doch was war, wenn Kova Recht hatte? Die Fehlfunktionen mochten tatsächlich fatal enden. Dies musste er gegenüber dem Wohl dieser Zehn abwägen. Er betätigte seinen Kommunikator, während Kova ihn abwartend ansah: "Commander Randon, Counselor Preja, bitte melden Sie sich im Bereitschaftsraum!" ordnete er an.

Wenig später hatte der Captain seinem Stellvertreter und der Schiffscounselor den Vorschlag Kovas vorgestellt. Nun wollte er die Meinung der beiden Offiziere hören. Randon sagte: "Eine etwas... extreme... Vorgehensweise, Sir. Aber ich gebe zu, dass ich keine Alternative sehe, sollte Lieutenant Commander Kovas Einschätzung korrekt sein." Garrick nickte und blickte abwartend auf die El'Aurianerin. Diese gab so ruhig wie fast immer ihre Einschätzung ab: "Für die betroffenen zehn Besatzungsmitglieder wird die Prozedur natürlich sehr unangenehm werden, Captain. Man stelle sich vor, man sei einer von ihnen! Wie fühlt man sich, sollten unsere Probleme tatsächlich aufhören, nur weil man selbst nicht mehr an Bord und somit ganz offenbar irgendwie dafür verantwortlich ist?" Sie machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr: "Andererseits gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass keiner der Zehn vorsätzlich handelt. Damit liegt sozusagen eine Art Krankheit vor. Dies kann man niemandem vorwerfen." Nach einer erneuten kurzen Pause gab sie ihre schlussendliche Empfehlung ab: "Ich schlage vor, das Ganze zunächst möglichst unter Verschluss zu halten und Mr. Kovas Plan möglichst unbemerkt umzusetzen. Danach sehen wir sicher klarer und können uns überlegen, inwieweit wir den Rest der Crew einbeziehen. Auf jeden Fall werde ich im Anschluss zusätzliche Gespräche mit den Betroffenen führen."


Die Einschätzung der Counselor hatte schließlich den Ausschlag gegeben. Captain Andersson stand zusammen mit Commander Randon, Lieutenant Commander Kova und Counselor Preja im Hangar 2 und wartete auf das Eintreffen der letzten der zehn Crewmitglieder, die sich an Bord der Moebius begeben sollten. Die schon Anwesenden hatten sich in kleine Grüppchen zusammen gefunden und spekulierten halblaut über den Grund für ihre Anwesenheit im Hangar. Der Blick des Captains glitt über Ensign T'Malis, Victor Galindez, Ensign Rettinghouse, Sato Tang, Lieutenant Mike Clark, Lieutenant Marturin, Ensign Jaori Darides, Lieutenant Dala Janis, Raffael Locke und Luka Penteiras, der schließlich den Hangar betrat.

Garrick trat nun zu seinen zehn Crewmitgliedern. "Meine Damen, meine Herren, Sie fragen sich zurecht, warum ich Sie hierher gebeten habe. Während der letzten Evakuierung befanden Sie alle sich an Bord dieses Shuttles, ist das richtig?" Der Captain blickte in zehn nickende Gesichter, die nach wie vor etwas ratlos dreinschauten. Der Däne seufzte leicht, bevor er fortfuhr: "Wie Sie sicher wissen, erleben wir zur Zeit eine Reihe unerklärbarer technischer Probleme..." - wie auf Kommando verdunkelte sich der Hangar kurzzeitig - "... die uns mehr oder weniger großes Kopfzerbrechen bereiten und möglicherweise fatal für das Schiff enden mögen. Während der Evakuierung gab es nun eine Phase von knapp drei Stunden, in der hier an Bord keine Fehlfunktionen aufgetreten sind." Bis hierher hatten die Anwesenden aufmerksam zugehört und schienen nun auf die Pointe der Ansprache des Captains zu warten. "Diese Phase begann, unmittelbar nachdem die Moebius das Schiff verlassen hatte und endete, als die Moebius an Bord zurückkehrte." Garrick ließ diese Aussage wirken und sah die zehn Besatzungsmitglieder aufmerksam an. Lieutenant Janis sprach es schließlich aus: "Und Sie vermuten, dass das irgendwie mit uns" - sie machte eine Armbewegung, die die Zehn umfasste - "zusammenhängt, Sir?" Der Däne nickte leicht: "Ganz recht, Lieutenant. Fragen Sie mich nicht, wie, dazu haben wir selbst noch keine Idee. Wir wissen auch nicht, ob nur einer von Ihnen betroffen ist, oder Sie alle. Bisher ist dies auch nur eine mögliche Theorie, die wir nun aber mit Ihrer Hilfe testen wollen. Wir stellen die Evakuierung der Katana nach, in dem Sie alle mit der Moebius von Bord fliegen und die entsprechende Position einnehmen. Sollten damit tatsächlich die Fehlfunktionen enden, sehen wir weiter. Falls nicht, werden wir weiter nach einer Ursache suchen müssen." Er blickte die Zehn noch einmal an: "Haben Sie noch irgendwelche Fragen?" Die zehn Crewmitglieder schüttelten nacheinander den Kopf. Im Augenblick waren sie viel zu verwirrt und erstaunt. "Gut, also dann los. Bringen wir das hinter uns!" sagte der Captain.


Langsam verließ die Moebius erneut den Hangar der Katana. Garrick hatte Seeta bisher nichts von diesem Test erzählt. So war er gespannt, ob sich die Chefingenieurin mit einer positiven Nachricht bei ihm melden würde. Er blickte dem kleinen Schiff nach und konnte gerade eben noch erkennen, wie es in einiger Entfernung zur Katana Position bezog. Die vier verbliebenen Offiziere tauschten einen Blick. "Wie lange warten wir, Sir?" wollte Karl-Theodor dann wissen. Doch statt einer Antwort des Captains erklang die Stimme der zanderianischen Chefingenieurin aus dem Interkom: "Maschinenraum an Captain Andersson." Der Däne zog eine Augenbraue hoch, bevor er bestätigte: "Hier Andersson. Was gibt es?" Er konnte sich Seetas Gesichtsausdruck sehr gut vorstellen, als diese nun verkündete: "Captain, ich weiß nicht, wie oder warum, aber auf ein Mal scheinen alle Systeme wieder ordnungsgemäß zu funktionieren." Garrick nickte. Eine Mischung aus Erleichterung und Besorgnis zeigte sich auf seinem Gesicht. Erleichterung, weil es nun offenbar einen Weg gab, die Fehlfunktionen zu beheben, Besorgnis, weil nun fest stand, dass bis zu zehn Besatzungsmitglieder auf irgendeine obskure Weise für eben diese Fehlfunktionen verantwortlich waren. "Verstanden, Commander, vielen Dank. Bitte behalten Sie alles im Auge, denn es kann sein, dass die Fehlfunktionen in Kürze wieder auftreten werden. Melden Sie bitte umgehend, falls dies der Fall sein sollte!" Der Captain wusste, dass Seeta durchaus zwischen den Zeilen lesen konnte - vor allem, zwischen den seinen. So erstaunte ihn die Nachfrage seiner Frau auch nicht wirklich: "Captain, das klingt, als wären Sie der Ursache der Probleme auf der Spur?" Garrick nickte und bestätigte: "In der Tat, Commander. Ich informiere Sie und die übrige Crew später. Andersson Ende."

"Und nun?" wollte Commander Randon wissen, nachdem der Captain die Besatzung des Shuttles über das Ergebnis des Tests in Kenntnis gesetzt hatte. "Der nächste logische Schritt ist, herauszufinden, ob alle zehn Besatzungsmitglieder die Ursache sind, oder nur ein einzelnes", erläuterte Kova. "Denn auf den ersten Blick gibt es keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen den zehn Personen." Der XO nickte: "Dann sollten wir die ersten fünf zurück an Bord beamen", schlug er vor und ergänzte: "Wenn die Probleme dann nicht wieder auftauchen, wissen wir schon einmal, dass diese fünf es nicht sind. Falls doch, tauschen wir sie wieder aus. Das wiederholen wir, bis wir..." er unterbrach sich, ein wenig peinlich berührt. "Shuttle Moebius, haben Sie das mitgehört?" wollte der Captain dann wissen. "Ja, Sir", bestätigte Marturin, der als Pilot des kleinen Schiffes fungierte. "Gut. Wir begeben uns in den Transporterraum. Bitte wählen Sie fünf aus Ihrem Team aus, die zuerst an Bord zurück gebeamt werden!"


"Scheiße, Mann..." wandte sich Victor Galindez an Bord der Moebius an Ensign Rettinghouse. "Also ist echt einer von uns Schuld an dem ganzen Mist?!" Der Ensign aus Alex Blacks' Echo-Team zuckte andeutungsweise die Schultern. "Und wenn schon? Hauptsache, wir wissen dann Bescheid und können dann - was auch immer - dagegen tun. So konnte es ja wohl auch nicht weitergehen!" Raffael Locke nickte zustimmend: "Richtig, auf der Krankenstation tobt schon das Chaos bei den ganzen Verletzten, die diese komischen Ausfälle gefordert haben." Marturin drehte sich im Pilotensessel zu den neun anderen um: "Okay, wer will als erstes zurück?"

So materialisierten Victor Galindez, Sato Tang, Lieutenant Dala Janis, Raffael Locke und Luka Penteiras im Transporterraum der Katana. "Willkommen zurück an Bord", begrüßte Garrick die fünf, "wir warten nun ein paar Minuten. Es sollte nicht lange dauern, bis die Fehlfunktionen wieder auftreten, sollte einer von Ihnen ursächlich sein..." Nach etwa zehn Minuten betätigte der Captain seinen Kommunikator: "Andersson an Yadeel: Bericht, Commander. Sind erneut Fehlfunktionen aufgetreten?" Die Zanderianerin antwortete umgehend: "Hier Yadeel, Sir. Nein, bisher ist alles ruhig. Wir sind dabei, die Scherben der letzten Ausfälle zusammen zu kehren, aber es wurden keine weiteren Fehler gemeldet." - "Vielen Dank, Commander, Andersson Ende", bestätigte der Däne, bevor er sich an Marturin wandte: "Lieutenant, bitte schicken Sie uns die nächsten drei!"

An Bord der Moebius sahen sich Ensign T'Malis, Ensign Rettinghouse, Lieutenant Mike Clark und Ensign Jaori Darides etwas ratlos an. Dann kletterte Rettinghouse als Erster schulterzuckend auf die Transporterplattform des Shuttles. Mike Clark meinte schließlich: "Nach Ihnen, Ensigns." Die jüngeren Offiziere nickten dankbar und gesellten sich zu Rettinghouse. Wenig später fanden sie sich im Transporterraum der Katana wieder, wo sie ebenfalls mit einem freundlichen "Willkommen zurück an Bord!" von Captain Andersson begrüsst wurden. Wieder warteten alle Anwesenden gespannt, doch es traf keine Meldung über neue Ausfälle ein. Garrick erkundigte sich sicherheitshalber erneut bei Seeta, der diese ständige Nachfragerei nun langsam doch merkwürdig vorkam.

"Lieutenant Marturin, dann beamen Sie nun bitte Lieutenant Clark zu uns!" forderte der Däne den Sicherheitsoffizier schließlich auf. "Dann ist es wohl einer von uns beiden, was?" meinte Mike zu Marturin, während er auf die Transporterplattform der Moebius trat. "Sieht ganz so aus", gab der Offizier im Pilotensitz zurück. "Viel Glück!" meinte Mike. Marturin nickte, bevor er den Transporter zum dritten Mal aktivierte: "Ihnen auch!"

Schimmernd erschien auch Lieutenant Mike Clark wieder an Bord der Katana. Langsam trat er von der Plattform. "Willkommen zurück, Lieutenant!" begrüßte ihn Garrick. Langsam wurde es eng im Transporterraum, doch die 13 Anwesenden warteten erneut geduldig einige Minuten ab. Nichts geschah. Der Captain nahm erneut Kontakt mit der Chefingenieurin auf: "Wie ist der Status, Commander?" Die Zanderianerin antwortete: "Alles in Ordnung, Sir, keine neuen Probleme. Aber wann erklären Sie mir eigentlich...?" Garrick unterbrach sie. "In ein paar Minuten, Commander. Bitte melden Sie sich in Hangar 2!" Seeta bestätigte schulterzuckend diesen Befehl und Garrick schloss den Komkanal. Dann wandte er sich an die Anwesenden: "Ich danke Ihnen für Ihre Geduld. Ich weiß, wie unangenehm die letzten Minuten für Sie alle gewesen sein müssen. Der letzte Test, um wirklich absolute Gewissheit zu erlangen, steht aber noch aus. Sie können auf Ihre Posten zurückkehren, doch ich möchte Sie alle bitten, angemessen mit der Situation umzugehen." Die neun Crewmitglieder nickten unisono. Daraufhin nahm Garrick wieder Kontakt zu Lieutenant Marturin auf: "Lieutenant, es sieht also ganz so aus, als könnte die Ursache bei Ihnen liegen. Bitte kehren Sie nun mit der Moebius zur Katana zurück. Falls sich die Vermutung bewahrheitet, werden wir die weiteren Schritte diskutieren." Marturin schluckte leicht, bevor er den Befehl bestätigte. Mit einem dicken Kloß im Bauch nahm er Kurs auf die Katana. Garrick klopfte auf seinen Kommunikator: "Andersson an Doktor Maddigan: Bitte melden Sie sich im Hangar 2!"


Etwas überrascht hatte sich der Bordarzt im Hangar 2 eingefunden und dort die Chefingenieurin vorgefunden. "Weisst du, was hier los ist?" wollte er von der Zanderianerin wissen. Diese zuckte mit den Schultern. "Garrick ist wohl der Ursache für unsere technischen Probleme auf der Spur", antwortete sie und deutete auf den leeren Landeplatz vor ihr. "Es muss wohl irgendetwas mit dem Shuttle Moebius zu tun haben..." - "Ganz recht", erklang die Stimme des Captains, der zusammen mit dem Ersten Offizier, Counselor Preja und Kova soeben den Hangar betreten hatte. "Hallo Doktor", begrüßte er dann den Arzt, "es sieht so aus, als liege die Ursache bei Lieutenant Marturin." Gollwyn sah den Kommandanten erstaunt an: "Aber wie soll das denn gehen, Sir?" Der Däne zuckte andeutungsweise mit den Schultern: "Das gilt es dann herauszufinden, Doktor. Aber erst einmal müssen wir wirklich sicher sein, dass..." Der Captain unterbrach sich, denn in diesem Augenblick kam das Shuttle in Sichtweite - und die Beleuchtung im Hangar flackerte auf. Garrick verzog seufzend das Gesicht. "Meine Damen, meine Herren, ich denke, die Ursachenforschung hat nun oberste Priorität." Er wartete ab, bis das Shuttle aufgesetzt hatte und Lieutenant Marturin durch die geöffnete Tür hinaus getreten war. Erneut flackerte die Beleuchtung und machte auch das letzte bisschen Hoffnung des Sicherheitsoffiziers zunichte, dass die Ursache der Störungen nicht bei ihm liege. "Willkommen zurück an Bord, Lieutenant Marturin", begrüsste Garrick ihn. "Bitte begeben Sie sich auf die Krankenstation. Ich verspreche Ihnen, wir werden alles unternehmen, um diesem Spuk ein Ende zu bereiten." Er legte dem sehr geknickt dreinschauenden Offizier leicht eine Hand auf die Schulter, dann nickte er Counselor Preja und Doktor Maddigan zu. Die beiden nahmen Marturin in ihre Mitte und begannen, beruhigend auf ihn einzureden und ihn nach seinem Befinden zu fragen. "Captain", ließ sich Lieutenant Commander Kova vernehmen: "Ich würde Mr. Marturin gerne begleiten, immerhin ist er mein untergebener Offizier." Garrick nickte: "Selbstverständlich, Mr. Kova."

So blieben Garrick und Seeta allein im Hangar zurück. "Es war nicht das Shuttle, sondern ein Besatzungsmitglied?" stellte die Zanderianerin fest, warum ihr Mann sich während der letzten Stunde so verschlossen gezeigt hatte. Garrick nickte: "So sieht es aus. Ziemlich verrückt, wenn du mich fragst... Jedenfalls müssen wir davon ausgehen, dass die Probleme nun erst einmal wieder zunehmen werden." Langsam setzten sich die beiden in Bewegung, um ebenfalls den Hangar zu verlassen. "Ich hab schon in schlimmerem Dreck gewühlt", meinte Seeta daraufhin. "Aber vielleicht solltest du dich mit Gollwyn abstimmen. Es muss ja eine Verbindung zwischen Marturin und den Katana-Systemen geben. Damit hat dieses Problem noch immer auch einen technischen Aspekt", meinte Garrick nun. Die kleine Frau nickte: "Ich werde mich gleich mal ebenfalls auf die Krankenstation begeben. Wir werden die Lösung bestimmt finden!" meinte sie mit neuer Zuversicht, nun, wo die Ursache zumindest einmal eingegrenzt zu sein schien. "Es ist Sternzeit 63083.87" Der Däne brummelte: "Das wird auch höchste Zeit!"


©2003 RPG Leadership USS Katana Diese Seite wurde zuletzt am 20. August 2014 um 15:07 Uhr geändert.