| Garrick Andersson saß im Sessel seines Bereitschaftsraumes und hatte dem Bericht seines Sicherheitschefs gelauscht. Jetzt verzog er missbilligend das Gesicht: "Lieutenant Kova..." begann er langsam, "wollen Sie mir wirklich sagen, dass eines oder mehrere unserer Besatzungsmitglieder absichtlich oder unabsichtlich für unsere derzeitigen Probleme verantwortlich sind? Wie, bei allen Raumgeistern, soll das denn gehen?!" Der Vulkanier musterte seinen Captain mit unbewegter Miene, als er antwortete: "Das weiß ich auch noch nicht, Sir. Aber ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die Probleme aufhörten, als das Shuttle nicht an Bord war." Garrick ahnte, wie abstrus Seeta schon die Vorstellung, das Shuttle könne die Katana-Systeme beeinflussen, vorgekommen sein musste und er hatte mit Respekt zur Kenntnis genommen, dass Kova mit seiner offensichtlichen Fehleinschätzung nicht hinter dem Berg gehalten hatte. Daher sagte er nun: "Lieutenant, das Ganze grenzt aber haarscharf an einer Hexenjagd. Es wirkt wie die Suche nach einem Sündenbock. Ich glaube nicht, dass ich zu etwas Derartigem bereit bin." Kova nickte: "Ich verstehe Ihre Bedenken, aber die Logik..." Garrick winkte ab und knurrte: "Ja, logisch betrachtet mögen Sie ja Recht haben... Aber wie stellen Sie sich das vor?" Kova räusperte sich kurz: "Wir sollten die Evakuierung des Shuttles nachstellen. Alle Crewmitglieder, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung an Bord befanden, verlassen die Katana mit dem Shuttle erneut. Falls ich erneut falsch liege und die Probleme danach nicht aufhören, werde ich mich selbstverständlich bei allen betroffenen Kameraden persönlich entschuldigen, Sir." Der Captain schüttelte den Kopf. "Das wird nicht nötig sein, Lieutenant, aber ich weiß die Geste zu schätzen. Wenn wir das machen, wird es meine Entscheidung und meine Verantwortung sein." Der Captain grübelte noch ein Weile über den Vorschlag seines Sicherheitschefs. Auf einem Padd vor ihm stand bereits eine Liste der zehn Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der xy befunden hatten. Es widerstrebte ihm, doch was, wenn Kova Recht hatte? Die Fehlfunktionen mochten tatsächlich fatal enden. Dies musste er gegenüber dem Wohl dieser Zehn abwägen. Er betätigte seinen Kommunikator, während Kova ihn abwartend ansah: "Commander Randon, Counselor Preja, bitte melden Sie sich im Bereitschaftsraum!" ordnete er an. | | Garrick Andersson saß im Sessel seines Bereitschaftsraumes und hatte dem Bericht seines Sicherheitschefs gelauscht. Jetzt verzog er missbilligend das Gesicht: "Lieutenant Kova..." begann er langsam, "wollen Sie mir wirklich sagen, dass eines oder mehrere unserer Besatzungsmitglieder absichtlich oder unabsichtlich für unsere derzeitigen Probleme verantwortlich sind? Wie, bei allen Raumgeistern, soll das denn gehen?!" Der Vulkanier musterte seinen Captain mit unbewegter Miene, als er antwortete: "Das weiß ich auch noch nicht, Sir. Aber ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die Probleme aufhörten, als das Shuttle nicht an Bord war." Garrick ahnte, wie abstrus Seeta schon die Vorstellung, das Shuttle könne die Katana-Systeme beeinflussen, vorgekommen sein musste und er hatte mit Respekt zur Kenntnis genommen, dass Kova mit seiner offensichtlichen Fehleinschätzung nicht hinter dem Berg gehalten hatte. Daher sagte er nun: "Lieutenant, das Ganze grenzt aber haarscharf an einer Hexenjagd. Es wirkt wie die Suche nach einem Sündenbock. Ich glaube nicht, dass ich zu etwas Derartigem bereit bin." Kova nickte: "Ich verstehe Ihre Bedenken, aber die Logik..." Garrick winkte ab und knurrte: "Ja, logisch betrachtet mögen Sie ja Recht haben... Aber wie stellen Sie sich das vor?" Kova räusperte sich kurz: "Wir sollten die Evakuierung des Shuttles nachstellen. Alle Crewmitglieder, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung an Bord befanden, verlassen die Katana mit dem Shuttle erneut. Falls ich erneut falsch liege und die Probleme danach nicht aufhören, werde ich mich selbstverständlich bei allen betroffenen Kameraden persönlich entschuldigen, Sir." Der Captain schüttelte den Kopf. "Das wird nicht nötig sein, Lieutenant, aber ich weiß die Geste zu schätzen. Wenn wir das machen, wird es meine Entscheidung und meine Verantwortung sein." Der Captain grübelte noch ein Weile über den Vorschlag seines Sicherheitschefs. Auf einem Padd vor ihm stand bereits eine Liste der zehn Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der xy befunden hatten. Es widerstrebte ihm, doch was, wenn Kova Recht hatte? Die Fehlfunktionen mochten tatsächlich fatal enden. Dies musste er gegenüber dem Wohl dieser Zehn abwägen. Er betätigte seinen Kommunikator, während Kova ihn abwartend ansah: "Commander Randon, Counselor Preja, bitte melden Sie sich im Bereitschaftsraum!" ordnete er an. |
| + | Wenig später hatte der Captain seinem Stellvertreter und der Schiffscounselor den Vorschlag Kovas vorgestellt. Nun wollte er die Meinung der beiden Offiziere hören. Randon sagte: "Eine etwas... extreme... Vorgehensweise, Sir. Aber ich gebe zu, dass ich keine Alternative sehe, sollte Lieutenant Kovas Einschätzung korrekt sein." Garrick nickte und blickte abwartend auf die El'Aurianerin. Diese gab so ruhig wie fast immer ihre Einschätzung ab: "Für die betroffenen zehn Besatzungsmitglieder wird die Prozedur natürlich sehr unangenehm werden, Captain. Man stelle sich vor, man sei einer von ihnen! Wie fühlt man sich, sollten unsere Probleme tatsächlich aufhören, nur weil man selbst nicht mehr an Bord und somit ganz offenbar irgendwie dafür verantwortlich ist?" Sie machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr: "Andererseits gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass keiner der Zehn vorsätzlich handelt. Damit liegt sozusagen eine Art Krankheit vor. Dies kann man niemandem vorwerfen." Nach einer erneuten kurzen Pause gab sie ihre schlussendliche Empfehlung ab: "Ich schlage vor, das Ganze zunächst möglichst unter Verschluss zu halten und Lieutenant Kovas Plan möglichst unbemerkt umzusetzen. Danach sehen wir sicher klarer und können uns überlegen, inwieweit wir den Rest der Crew einbeziehen. Auf jeden Fall werde ich im Anschluss zusätzliche Gespräche mit den Betroffenen führen." |