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Aus KatanaWiki
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- | Lieutenant Kova saß an seinem Schreibtisch und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. So sehr er auch die Bemühungen der Ingenieurscrew der Katana honorierte, die Fehlfunktionen des Schiffes in den Griff zu bekommen, schätzte er die Wahrscheinlichkeit, dass die Kameraden um Lieutenant Commander Yadeel die Ursache finden würden, mittlerweile auf unter 10 Prozent ein. Falls es wirklich ein Problem in Form von defekten Schaltkreisen oder Softwarebugs geben sollte, hätte die Besatzung des Maschinenraums den Fehler nach Ansicht des Sicherheitschefs schon vor Stunden finden müssen. Er diente zwar noch nicht sehr lange an Bord, aber über die Expertise der Technikercrew bestand nach seiner Meinung kein Zweifel. Außerdem gab es da dieses 2,78 Stunden lange Zeitfenster während der Evakuierung, als offenbar überhaupt keine Probleme an Bord aufgetreten waren. Der Logik zufolge ließ das nur einen Schluss zu: Die Ursache der Probleme war nicht rein technischer Natur. Daher sollten auch andere Einflüsse untersucht werden. | + | Lieutenant Commander Kova saß an seinem Schreibtisch und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. So sehr er auch die Bemühungen der Ingenieurscrew der Katana honorierte, die Fehlfunktionen des Schiffes in den Griff zu bekommen, schätzte er die Wahrscheinlichkeit, dass die Kameraden um Lieutenant Commander Yadeel die Ursache finden würden, mittlerweile auf unter 10 Prozent ein. Falls es wirklich ein Problem in Form von defekten Schaltkreisen oder Softwarebugs geben sollte, hätte die Besatzung des Maschinenraums den Fehler nach Ansicht des Sicherheitschefs schon vor Stunden finden müssen. Er diente zwar noch nicht sehr lange an Bord, aber an der Expertise der Technikercrew bestand nach seiner Meinung kein Zweifel. Außerdem gab es da dieses 2,78 Stunden lange Zeitfenster während der Evakuierung, als offenbar überhaupt keine Probleme an Bord aufgetreten waren. Der Logik zufolge ließ das nur einen Schluss zu: Die Ursache der Probleme war nicht rein technischer Natur. Daher sollten auch andere Einflüsse untersucht werden. |
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| Aus den regelmäßigen Briefings der Führungscrew wusste er, dass Dr. Lazarus und Lieutenant DeSoto nach Phänomenen gesucht hatten, die von außerhalb auf das Schiff einwirken mochten. Doch auch diese Untersuchungen waren bisher ergebnislos verlaufen. Und selbst wenn irgendein äußerer Effekt auf die Schiffssysteme wirkte, würde dies nicht jene 2,78 Stunden erklären, in denen an Bord alles reibungslos funktionierte. Der Vulkanier beschloss, sich auf eben jenen Zeitraum zu konzentrieren. Das Ende sowie der Wiederbeginn der Störungen ließ sich genau ermitteln. Irgendetwas musste an diesen Zeitpunkten also geschehen sein. | | Aus den regelmäßigen Briefings der Führungscrew wusste er, dass Dr. Lazarus und Lieutenant DeSoto nach Phänomenen gesucht hatten, die von außerhalb auf das Schiff einwirken mochten. Doch auch diese Untersuchungen waren bisher ergebnislos verlaufen. Und selbst wenn irgendein äußerer Effekt auf die Schiffssysteme wirkte, würde dies nicht jene 2,78 Stunden erklären, in denen an Bord alles reibungslos funktionierte. Der Vulkanier beschloss, sich auf eben jenen Zeitraum zu konzentrieren. Das Ende sowie der Wiederbeginn der Störungen ließ sich genau ermitteln. Irgendetwas musste an diesen Zeitpunkten also geschehen sein. |
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| Vielleicht erkannte er einen Zusammenhang, wenn er sich die entsprechende Liste vom Zeitpunkt, an dem die erste Störung wieder gemeldet wurde, ebenfalls anzeigen ließ, dachte Kova. Er stellte die entsprechende Anfrage und der Computer zählte auf: "Fluchtkapsel 124 dockt an, Fluchtkapsel 125 dockt an, Fluchtkapsel 126 dockt an, Fluchtkapsel 265 dockt an Fluchtkapsel 266 dockt an, Shuttle xy landet in Hangar 2, Fluchtkapsel 267 dockt an, Fluchtkapsel 268 dockt an, auf Deck 4, 8, 10 und 15 wird die Bordzeit abgefragt, Fluchtkapsel 269 dockt an..." - "Computer, Pause!" wies der Sicherheitschef den Rechner an. Alles in allem erneut eine Liste, die die geordnete Rückkehr der Besatzung auf das Schiff widerspiegelte. Die einzige Gemeinsamkeit beider Listen fiel dem Vulkanier aber sofort ins Auge. Shuttle xy. Möglicherweise interferierten die Systeme des Shuttles irgendwie mit den übrigen Bordsystemen der Katana, spekulierte Kova in Gedanken. "Computer, wurden an Bord von Shuttle xy ebenfalls technische Probleme im betrachteten Zeitraum gemeldet?" Der Computer antwortete: "Negativ. Es ist Sternzeit 63083.49." | | Vielleicht erkannte er einen Zusammenhang, wenn er sich die entsprechende Liste vom Zeitpunkt, an dem die erste Störung wieder gemeldet wurde, ebenfalls anzeigen ließ, dachte Kova. Er stellte die entsprechende Anfrage und der Computer zählte auf: "Fluchtkapsel 124 dockt an, Fluchtkapsel 125 dockt an, Fluchtkapsel 126 dockt an, Fluchtkapsel 265 dockt an Fluchtkapsel 266 dockt an, Shuttle xy landet in Hangar 2, Fluchtkapsel 267 dockt an, Fluchtkapsel 268 dockt an, auf Deck 4, 8, 10 und 15 wird die Bordzeit abgefragt, Fluchtkapsel 269 dockt an..." - "Computer, Pause!" wies der Sicherheitschef den Rechner an. Alles in allem erneut eine Liste, die die geordnete Rückkehr der Besatzung auf das Schiff widerspiegelte. Die einzige Gemeinsamkeit beider Listen fiel dem Vulkanier aber sofort ins Auge. Shuttle xy. Möglicherweise interferierten die Systeme des Shuttles irgendwie mit den übrigen Bordsystemen der Katana, spekulierte Kova in Gedanken. "Computer, wurden an Bord von Shuttle xy ebenfalls technische Probleme im betrachteten Zeitraum gemeldet?" Der Computer antwortete: "Negativ. Es ist Sternzeit 63083.49." |
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- | Kova dachte kurz nach, dann betätigte er seinen Kommunikator: "Lieutenant Kova an Lieutenant Commander Yadeel." Es dauerte nur kurz und die Stimme der Zanderianerin antwortete: "Hier Yadeel. Was gibt es Lieutenant; ich bin gerade sehr damit beschäftigt, zu verhindern, dass unser Abfall aus den Replikatoren quillt?!" Der Vulkanier warf einen schnellen Blick auf das entsprechende Gerät in seinem Quartier, das jedoch bisher kein entsprechendes Verhalten zeigte. "Ich störe nur ungern, aber ich habe eine neue Theorie für die Ursache unserer technischen Probleme. Sie scheinen nur aufzutreten, wenn sich das Shuttle xy an Bord befindet." | + | Kova dachte kurz nach, dann betätigte er seinen Kommunikator: "Lieutenant Commander Kova an Lieutenant Commander Yadeel." Es dauerte nur kurz und die Stimme der Zanderianerin antwortete: "Hier Yadeel. Was gibt es Commander; ich bin gerade sehr damit beschäftigt, zu verhindern, dass unser Abfall aus den Replikatoren quillt?!" Der Vulkanier warf einen schnellen Blick auf das entsprechende Gerät in seinem Quartier, das jedoch bisher kein derartiges Verhalten zeigte. "Ich störe nur ungern, aber ich habe eine neue Theorie für die Ursache unserer technischen Probleme. Sie scheinen nur aufzutreten, wenn sich das Shuttle xy an Bord befindet." |
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| "Wie bitte?!" Seeta klang ehrlich verblüfft. Das war nun mit Abstand das Abstruseste, was sie in diesem Zusammenhang bisher an Theorien vernommen hatte. Wie sollte ein geparktes Shuttle solchen Einfluss auf sämtliche Schiffssysteme ausüben können? Doch aus dem Mund des Vulkaniers - so wurde ihr klar - kam dieser Möglichkeit vermutlich eine gewisse Bedeutung zu. Er würde sie nicht damit behelligen, wenn er sich seiner Sache nicht sehr sicher war. "Also gut", meinte sie, "treffen Sie mich im Hangar 2." | | "Wie bitte?!" Seeta klang ehrlich verblüfft. Das war nun mit Abstand das Abstruseste, was sie in diesem Zusammenhang bisher an Theorien vernommen hatte. Wie sollte ein geparktes Shuttle solchen Einfluss auf sämtliche Schiffssysteme ausüben können? Doch aus dem Mund des Vulkaniers - so wurde ihr klar - kam dieser Möglichkeit vermutlich eine gewisse Bedeutung zu. Er würde sie nicht damit behelligen, wenn er sich seiner Sache nicht sehr sicher war. "Also gut", meinte sie, "treffen Sie mich im Hangar 2." |
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- | Seeta fand die Vorstellung eines Evil-Shuttle zwar nach wie vor abstrus, aber die Zanderianerin hatte sich der Logik des Vulkaniers und seiner Analyse nicht entziehen können. Und nach tagelangem ergebnislosen Forschen und Reparieren war sie bereit, jeden Strohhalm zu ergreifen, der sich ihr bieten mochte. Jetzt war sie etwa zwei Stunden zusammen mit Kova durch das kleine Schiff gekrochen, ohne auch nur einen Hinweis darauf zu entdecken, wie ausgerechnet dieses Schiffchen die Systeme der Katana stören mochte. Leicht genervt klappte die kleine Frau ihren Tricorder schließlich zu. "An diesem Shuttle ist nichts Besonderes, Lieutenant. So Leid es mir tut, das zu sagen, aber ich befürchte, an Ihrer Logik ist irgendetwas falsch." Der Vulkanier zog eine Augenbraue hoch, bevor er konstatierte. "Möglicherweise habe ich noch nicht alle Parameter berücksichtigt." Er zögerte kurz, bevor er nachschob: "Wir könnten natürlich einen letzten, einfachen Test durchführen, um meine Theorie zu überprüfen: Ich fliege mit dem Shuttle von Bord. Wenn ich Recht habe, sollten die Fehlfunktionen dann ja aufhören." Seeta sah ihn aus großen gelben Augen an: "Hätte Ihnen das nicht einfallen können, bevor wir zwei Stunden mit sinnloser Arbeit verschwenden?!" Trotzdem war die Zanderianerin gewillt, diesen Versuch zu unternehmen. Der Umstand, dass sie keine Ursache finden konnte, bedeutete schließlich nicht, dass diese nicht existierte. | + | Seeta fand die Vorstellung eines Evil-Shuttle zwar nach wie vor abstrus, aber die Zanderianerin hatte sich der Logik des Vulkaniers und seiner Analyse nicht entziehen können. Und nach tagelangem ergebnislosen Forschen und Reparieren war sie bereit, jeden Strohhalm zu ergreifen, der sich ihr bieten mochte. Jetzt war sie etwa zwei Stunden zusammen mit Kova durch das kleine Schiff gekrochen, ohne auch nur einen Hinweis darauf zu entdecken, wie ausgerechnet dieses Schiffchen die Systeme der Katana stören mochte. Leicht genervt klappte die kleine Frau ihren Tricorder schließlich zu. "An diesem Shuttle ist nichts Besonderes, Commander. So Leid es mir tut, das zu sagen, aber ich befürchte, an Ihrer Logik ist irgendetwas falsch." Der Vulkanier zog eine Augenbraue hoch, bevor er konstatierte. "Möglicherweise habe ich noch nicht alle Parameter berücksichtigt." Er zögerte kurz, bevor er nachschob: "Wir könnten natürlich einen letzten, einfachen Test durchführen, um meine Theorie zu überprüfen: Ich fliege mit dem Shuttle von Bord. Wenn ich Recht habe, sollten die Fehlfunktionen dann ja aufhören." Seeta sah ihn aus großen gelben Augen an: "Hätte Ihnen das nicht einfallen können, bevor wir zwei Stunden mit sinnloser Arbeit verschwenden?!" Trotzdem war die Zanderianerin gewillt, diesen Versuch zu unternehmen. Der Umstand, dass sie keine Ursache finden konnte, bedeutete schließlich nicht, dass diese nicht existierte. |
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| Nun stand die Zanderianerin an der Abflugkontrolle des Hangars und beobachtete, wie die xy langsam durch das Kraftfeld, das die Hangaröffnung verschloss, flog und sich anschließend von der Katana entfernte. Wenig später meldete sich Kova: "Ich habe nun die Maximalentfernung überschritten, die die xy während der Evakuierung erreicht hat." Seeta nickte: "Yadeel an McGowan. Tessa, wie siehts aus? Sind die Fehlfunktionen weg?" Es dauerte etwas, dann antwortete die Stimme der jungen Frau: "Negativ, Sir. Wir erhalten weiterhin Meldungen über Fehlfunktionen." Wie zur Bestätigung flackerte das Licht im Hangar kurz auf und die Zanderianerin hoffte inständig, dass wenigstens das Kraftfeld halten würde. Nach einem Ausflug ins All stand ihr nämlich so gar nicht der Sinn. Die Chefingenieurin entschied, noch ein paar Minuten zu warten, aber nichts deutete auf eine signifikante Verbesserung der Lage hin. Wäre das Shuttle tatsächlich die Wurzel allen Übels, hätten die Fehlfunktionen ja quasi sofort enden müssen, nachdem es die Katana verlassen hatte. | | Nun stand die Zanderianerin an der Abflugkontrolle des Hangars und beobachtete, wie die xy langsam durch das Kraftfeld, das die Hangaröffnung verschloss, flog und sich anschließend von der Katana entfernte. Wenig später meldete sich Kova: "Ich habe nun die Maximalentfernung überschritten, die die xy während der Evakuierung erreicht hat." Seeta nickte: "Yadeel an McGowan. Tessa, wie siehts aus? Sind die Fehlfunktionen weg?" Es dauerte etwas, dann antwortete die Stimme der jungen Frau: "Negativ, Sir. Wir erhalten weiterhin Meldungen über Fehlfunktionen." Wie zur Bestätigung flackerte das Licht im Hangar kurz auf und die Zanderianerin hoffte inständig, dass wenigstens das Kraftfeld halten würde. Nach einem Ausflug ins All stand ihr nämlich so gar nicht der Sinn. Die Chefingenieurin entschied, noch ein paar Minuten zu warten, aber nichts deutete auf eine signifikante Verbesserung der Lage hin. Wäre das Shuttle tatsächlich die Wurzel allen Übels, hätten die Fehlfunktionen ja quasi sofort enden müssen, nachdem es die Katana verlassen hatte. |
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- | Zwei Mal Lichtflackern und drei unaufgeforderte Zeitansagen später forderte Seeta Kova auf, wieder an Bord zurück zu kehren. "Tut mir Leid, Lieutenant, aber ich denke, das Shuttle können wir nun definitiv als Quelle ausschließen." Die Chefingenieurin glaubte fast, so etwas wie Zerknirschung in der Stimme des Sicherheitschefs zu hören, als dieser antwortete: "Nein, mir tut es Leid, Lieutenant Commander. Offensichtlich gibt es wirklich einen Fehler in meiner Logik und ich habe Ihnen zusätzliche Arbeit gemacht." Seeta zuckte andeutungsweise die Schultern, bis ihr bewusst wurde, dass der Vulkanier an Bord der xy das ja gar nicht sehen konnte. "Kein Problem", sagte sie daher nur, "Sie hätten ja richtig liegen können. Yadeel Ende." Sie überwachte noch das Andockmanöver des kleinen Schiffes und kehrte dann in den Maschinenraum zurück. | + | Zwei Mal Lichtflackern und drei unaufgeforderte Zeitansagen später forderte Seeta Kova auf, wieder an Bord zurück zu kehren. "Tut mir Leid, Commander, aber ich denke, das Shuttle können wir nun definitiv als Quelle ausschließen." Die Chefingenieurin glaubte fast, so etwas wie Zerknirschung in der Stimme des Sicherheitschefs zu hören, als dieser antwortete: "Nein, mir tut es Leid, Lieutenant Commander. Offensichtlich gibt es wirklich einen Fehler in meiner Logik und ich habe Ihnen zusätzliche Arbeit gemacht." Seeta zuckte andeutungsweise die Schultern, bis ihr bewusst wurde, dass der Vulkanier an Bord der xy das ja gar nicht sehen konnte. "Kein Problem", sagte sie daher nur, "Sie hätten ja richtig liegen können. Yadeel Ende." Sie überwachte noch das Andockmanöver des kleinen Schiffes und kehrte dann in den Maschinenraum zurück. |
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| Während er von Hangar 2 zu seinem Quartier zurückkehrte, grübelte Kova über die Schlussfolgerung, die er gezogen hatte, nach. Das Shuttle selbst war also offenbar nicht die Ursache, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sein Abflug und seine Ankunft irgendwie mit dem Verschwinden und Wiederauftreten der Probleme an Bord zusammenhingen, war einfach zu groß. Wenn es nicht das Shuttle selbst war, sinnierte er weiter, dann musste es etwas an Bord des Shuttles gewesen sein, wurde ihm schließlich klar. Und was hatte sich an Bord befunden? "Kova an den Captain: Sir, ich muss mit Ihnen sprechen!" | | Während er von Hangar 2 zu seinem Quartier zurückkehrte, grübelte Kova über die Schlussfolgerung, die er gezogen hatte, nach. Das Shuttle selbst war also offenbar nicht die Ursache, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sein Abflug und seine Ankunft irgendwie mit dem Verschwinden und Wiederauftreten der Probleme an Bord zusammenhingen, war einfach zu groß. Wenn es nicht das Shuttle selbst war, sinnierte er weiter, dann musste es etwas an Bord des Shuttles gewesen sein, wurde ihm schließlich klar. Und was hatte sich an Bord befunden? "Kova an den Captain: Sir, ich muss mit Ihnen sprechen!" |
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- | Garrick Andersson saß im Sessel seines Bereitschaftsraumes und hatte dem Bericht seines Sicherheitschefs gelauscht. Jetzt verzog er missbilligend das Gesicht: "Lieutenant Kova..." begann er langsam, "wollen Sie mir wirklich sagen, dass eines oder mehrere unserer Besatzungsmitglieder absichtlich oder unabsichtlich für unsere derzeitigen Probleme verantwortlich sind? Wie, bei allen Raumgeistern, soll das denn gehen?!" Der Vulkanier musterte seinen Captain mit unbewegter Miene, als er antwortete: "Das weiß ich auch noch nicht, Sir. Aber ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die Probleme aufhörten, als das Shuttle nicht an Bord war." Garrick ahnte, wie abstrus Seeta schon die Vorstellung, das Shuttle könne die Katana-Systeme beeinflussen, vorgekommen sein musste und er hatte mit Respekt zur Kenntnis genommen, dass Kova mit seiner offensichtlichen Fehleinschätzung nicht hinter dem Berg gehalten hatte. Daher sagte er nun: "Lieutenant, das Ganze grenzt aber haarscharf an einer Hexenjagd. Es wirkt wie die Suche nach einem Sündenbock. Ich glaube nicht, dass ich zu etwas Derartigem bereit bin." Kova nickte: "Ich verstehe Ihre Bedenken, aber die Logik..." Garrick winkte ab und knurrte: "Ja, logisch betrachtet mögen Sie ja Recht haben... Aber wie stellen Sie sich das vor?" Kova räusperte sich kurz: "Wir sollten die Evakuierung des Shuttles nachstellen. Alle Crewmitglieder, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung an Bord befanden, verlassen die Katana mit dem Shuttle erneut. Falls ich erneut falsch liege und die Probleme danach nicht aufhören, werde ich mich selbstverständlich bei allen betroffenen Kameraden persönlich entschuldigen, Sir." Der Captain schüttelte den Kopf. "Das wird nicht nötig sein, Lieutenant, aber ich weiß die Geste zu schätzen. Wenn wir das machen, wird es meine Entscheidung und meine Verantwortung sein." Der Captain grübelte noch ein Weile über den Vorschlag seines Sicherheitschefs. Auf einem Padd vor ihm stand bereits eine Liste der zehn Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der xy befunden hatten. Es widerstrebte ihm, doch was, wenn Kova Recht hatte? Die Fehlfunktionen mochten tatsächlich fatal enden. Dies musste er gegenüber dem Wohl dieser Zehn abwägen. Er betätigte seinen Kommunikator, während Kova ihn abwartend ansah: "Commander Randon, Counselor Preja, bitte melden Sie sich im Bereitschaftsraum!" ordnete er an. | + | Garrick Andersson saß im Sessel seines Bereitschaftsraumes und hatte dem Bericht seines Sicherheitschefs gelauscht. Jetzt verzog er missbilligend das Gesicht: "Lieutenant Commander Kova..." begann er langsam, "wollen Sie mir wirklich sagen, dass eines oder mehrere unserer Besatzungsmitglieder absichtlich oder unabsichtlich für unsere derzeitigen Probleme verantwortlich sind? Wie, bei allen Raumgeistern, soll das denn gehen?!" Der Vulkanier musterte seinen Captain mit unbewegter Miene, als er antwortete: "Das weiß ich auch noch nicht, Sir. Aber ich denke, dass es kein Zufall ist, dass die Probleme aufhörten, als das Shuttle nicht an Bord war." Garrick ahnte, wie abstrus Seeta schon die Vorstellung, das Shuttle könne die Katana-Systeme beeinflussen, vorgekommen sein musste und er hatte mit Respekt zur Kenntnis genommen, dass Kova mit seiner offensichtlichen Fehleinschätzung nicht hinter dem Berg gehalten hatte. Daher sagte er nun: "Commander, das Ganze grenzt aber haarscharf an einer Hexenjagd. Es wirkt wie die Suche nach einem Sündenbock. Ich glaube nicht, dass ich zu etwas Derartigem bereit bin." Kova nickte: "Ich verstehe Ihre Bedenken, aber die Logik..." Garrick winkte ab und knurrte: "Ja, logisch betrachtet mögen Sie ja Recht haben... Aber wie stellen Sie sich das vor?" Kova räusperte sich kurz: "Wir sollten die Evakuierung des Shuttles nachstellen. Alle Crewmitglieder, die sich zum Zeitpunkt der Evakuierung an Bord befanden, verlassen die Katana mit dem Shuttle erneut. Falls ich erneut falsch liege und die Probleme danach nicht aufhören, werde ich mich selbstverständlich bei allen betroffenen Kameraden persönlich entschuldigen, Sir." Der Captain schüttelte den Kopf. "Das wird nicht nötig sein, Mr. Kova, aber ich weiß die Geste zu schätzen. Wenn wir das machen, wird es meine Entscheidung und meine Verantwortung sein." Der Captain grübelte noch ein Weile über den Vorschlag seines Sicherheitschefs. Auf einem Padd vor ihm stand bereits eine Liste der zehn Besatzungsmitglieder, die sich an Bord der xy befunden hatten. Es widerstrebte ihm, doch was war, wenn Kova Recht hatte? Die Fehlfunktionen mochten tatsächlich fatal enden. Dies musste er gegenüber dem Wohl dieser Zehn abwägen. Er betätigte seinen Kommunikator, während Kova ihn abwartend ansah: "Commander Randon, Counselor Preja, bitte melden Sie sich im Bereitschaftsraum!" ordnete er an. |
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- | Wenig später hatte der Captain seinem Stellvertreter und der Schiffscounselor den Vorschlag Kovas vorgestellt. Nun wollte er die Meinung der beiden Offiziere hören. Randon sagte: "Eine etwas... extreme... Vorgehensweise, Sir. Aber ich gebe zu, dass ich keine Alternative sehe, sollte Lieutenant Kovas Einschätzung korrekt sein." Garrick nickte und blickte abwartend auf die El'Aurianerin. Diese gab so ruhig wie fast immer ihre Einschätzung ab: "Für die betroffenen zehn Besatzungsmitglieder wird die Prozedur natürlich sehr unangenehm werden, Captain. Man stelle sich vor, man sei einer von ihnen! Wie fühlt man sich, sollten unsere Probleme tatsächlich aufhören, nur weil man selbst nicht mehr an Bord und somit ganz offenbar irgendwie dafür verantwortlich ist?" Sie machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr: "Andererseits gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass keiner der Zehn vorsätzlich handelt. Damit liegt sozusagen eine Art Krankheit vor. Dies kann man niemandem vorwerfen." Nach einer erneuten kurzen Pause gab sie ihre schlussendliche Empfehlung ab: "Ich schlage vor, das Ganze zunächst möglichst unter Verschluss zu halten und Lieutenant Kovas Plan möglichst unbemerkt umzusetzen. Danach sehen wir sicher klarer und können uns überlegen, inwieweit wir den Rest der Crew einbeziehen. Auf jeden Fall werde ich im Anschluss zusätzliche Gespräche mit den Betroffenen führen." | + | Wenig später hatte der Captain seinem Stellvertreter und der Schiffscounselor den Vorschlag Kovas vorgestellt. Nun wollte er die Meinung der beiden Offiziere hören. Randon sagte: "Eine etwas... extreme... Vorgehensweise, Sir. Aber ich gebe zu, dass ich keine Alternative sehe, sollte Lieutenant Commander Kovas Einschätzung korrekt sein." Garrick nickte und blickte abwartend auf die El'Aurianerin. Diese gab so ruhig wie fast immer ihre Einschätzung ab: "Für die betroffenen zehn Besatzungsmitglieder wird die Prozedur natürlich sehr unangenehm werden, Captain. Man stelle sich vor, man sei einer von ihnen! Wie fühlt man sich, sollten unsere Probleme tatsächlich aufhören, nur weil man selbst nicht mehr an Bord und somit ganz offenbar irgendwie dafür verantwortlich ist?" Sie machte eine kurze Pause, bevor sie fortfuhr: "Andererseits gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass keiner der Zehn vorsätzlich handelt. Damit liegt sozusagen eine Art Krankheit vor. Dies kann man niemandem vorwerfen." Nach einer erneuten kurzen Pause gab sie ihre schlussendliche Empfehlung ab: "Ich schlage vor, das Ganze zunächst möglichst unter Verschluss zu halten und Mr. Kovas Plan möglichst unbemerkt umzusetzen. Danach sehen wir sicher klarer und können uns überlegen, inwieweit wir den Rest der Crew einbeziehen. Auf jeden Fall werde ich im Anschluss zusätzliche Gespräche mit den Betroffenen führen." |
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- | Die Einschätzung der Counselor hatte schließlich den Ausschlag gegeben. Captain Andersson stand im Hangar 2 und wartete auf das Eintreffen der letzten der zehn Crewmitglieder, die sich an Bord von xy begeben sollten. Die schon Anwesenden hatten sich in kleine Grüppchen zusammen gefunden und spekulierten halblaut über den Grund für ihre Anwesenheit im Hangar. Der Blick des Captains glitt über Ensign T'Malis, Victor Galindez, Ensign Pettinghouse, Sato Tang, Lieutenant Mike Clark, Lieutenant Marturin, Ensign Jaori Darides, Lieutenant Dala Janis, Raffael Locke und Luka Penteiras, der schließlich den Hangar betrat. | + | Die Einschätzung der Counselor hatte schließlich den Ausschlag gegeben. Captain Andersson stand zusammen mit Commander Randon und Lieutenant Commander Kova im Hangar 2 und wartete auf das Eintreffen der letzten der zehn Crewmitglieder, die sich an Bord von xy begeben sollten. Die schon Anwesenden hatten sich in kleine Grüppchen zusammen gefunden und spekulierten halblaut über den Grund für ihre Anwesenheit im Hangar. Der Blick des Captains glitt über Ensign T'Malis, Victor Galindez, Ensign Pettinghouse, Sato Tang, Lieutenant Mike Clark, Lieutenant Marturin, Ensign Jaori Darides, Lieutenant Dala Janis, Raffael Locke und Luka Penteiras, der schließlich den Hangar betrat. |
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Version vom 20. August 2014, 12:11 Uhr
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