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Aus KatanaWiki
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| ==Garrick Andersson== | | ==Garrick Andersson== |
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| + | Shiv'Mohon sah geringschätzig auf Prätor Tamok herab. Zwar war der Prätor das offizielle Oberhaupt des Romulanischen Imperiums und hatte als solcher hinter seinem imposanten Schreibtisch Platz genommen, während der Drakh ihm gegenüber auf der anderen Seite des Tisches stand, doch allein anhand der Körpersprache der beiden Personen konnte kein Zweifel daran bestehen, wer von den beiden eigentlich das Sagen hatte. „Sie sollten weniger Ale trinken, Tamok“, herrschte der Drakh den Romulaner nun an. „Ansonsten könnte Ihr Verhalten... negative Folgen für Sie haben... SEHR negative Folgen!“ Tamok ließ ein humorloses kurzes Lachen vernehmen. „Ich bin doch schon so gut wie tot, Mohon! Womit wollen Sie mir eigentlich noch drohen? Wenn Ihnen so viel daran gelegen ist, mich umzubringen, dann lassen Sie ihren Keeper doch sein Werk verrichten! Aber noch brauchen Sie mich, nicht wahr? Einen neuen Prätor zu installieren, ohne dabei zu viel Aufsehen zu erregen, käme Ihnen gerade jetzt äußerst ungelegen, nicht wahr?“ Die Neuigkeiten, die Shiv'Mohon Tamok wenige Augenblicke zuvor verkündet hatte, hatten tatsächlich dazu geführt, dass der Prätor zum ersten Mal seit Jahren einmal wieder so etwas wie richtige Hoffnung verspürt hatte. Ein Informant der Drakh hatte – laut Mohon – berichtet, dass ein Schiff aus dem Heimatuniversum der Drakh, die Liandra, Gemini-Station angeflogen hatte. Offenbar waren die Verstrickungen der Drakh in den romulanischen Konflikt mit der Föderation bekannt geworden. Leider hatte der Informant aber nichts genaueres über die Art der Informationen gewusst, welche die Besatzung der Liandra ihren Verbündeten bei der Sternenflotte mitgeteilt hatte – und auch nichts über die Maßnahmen, die Elizondo und die Föderation nun zu ergreifen gedachten. „Sie haben keine Beweise“, fuhr Shiv'Mohon nun fort, „sonst hätten sie die Information sicher längst an die Öffentlichkeit gebracht.“ Tamok schmunzelte und zeigte mit dem Finger auf sein Gegenüber: „Sie spekulieren nur!“ Ihm gefiel es, seinen Unterdrücker derart im Unklaren zu sehen. „Und wenn schon!“ wischte dieser den Einwand mit einer wegwerfenden Handbewegung vom Tisch, „ich irre mich bestimmt nicht! Bestimmt schicken sie nur ein oder zwei Schiffe. Eine kleine Operation, die nicht weiter auffällt, um die Bedrohung zu beseitigen. Mit einer ganzen Flotte kämen sie nämlich niemals bis hierher durch – aber auf sich beruhen lassen können sie das Ganze auch nicht. Wenn ich an Stelle dieser Menschen wäre, würde ich genauso vorgehen.“ Ein Teil des Hoffnungsschimmers in Tamoks Augen erlosch bei diesen Worten. Shiv'Mohon lag mit seiner Einschätzung vermutlich richtig. Aber das bedeutete, dass keine große Streitmacht anrücken und die Drakh von Romulus vertreiben würde. Ein paar Föderationsoffiziere nur. Was konnten die schon ausrichten? Vor allem nun, da die Drakh gewarnt waren? Würde auch dieser Funken Hoffnung erlöschen, bevor er überhaupt eine Chance hatte, auf reiche Nahrung zu treffen und zum reinigenden Feuer zu werden? |
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| + | Garrick Andersson wälzte sich unruhig im Schlaf hin und her. Vom Außenteam auf Romulus waren beinah panische Komrufe auf der Brücke eingetroffen. Sie flohen, gejagt von kaltblütigen Romulanern und blutgierigen Drakh – und Seeta steckte mittendrin. In seinem Traum rannte der XO der Katana in den Transporterraum des Schiffes. Das Außenteam musste um jeden Preis wieder an Bord gebeamt werden! Der Däne war sich kaum sicher, welches Schicksal das schlimmere wäre: Wenn Seeta umkam oder sie an einen Keeper zu verlieren. Die Korridore des Schiffes schienen sich unerträglich zu dehnen, der Turbolift im Schneckentempo durch den Schacht zu kriechen, Sekunden wurden zu gefühlten Stunden, ehe der Commander endlich sein Ziel erreichte. Er jagte durch die Tür des Transporterraumes und beobachtete gerade, wie der letzte Transfer abgeschlossen wurde. Hektisch schaute er sich in dem kleinen Raum um. „Seeta?!“ rief er ihren Namen, als er die Zanderianerin nirgends entdecken konnte. Alex Black trat auf ihn zu. „Sie hat uns den Rücken frei gehalten, Sir. Sie war schon angeschossen und konnte nicht mehr laufen...“ Garrick schien den Boden unter den Füßen zu verlieren. Er rannte auf die Transferplattform und rief: „Wir müssen sie da rausholen! Beamen sie mich auf ihre Koordinaten!“ Der Transporterchief sah ihn hilflos an: „Wir sind schon auf Warp gegangen, Sir. Ich kann Sie nicht mehr herunterbeamen!“ |
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| + | In diesem Augenblick erwachte Garrick schwer atmend. Sein erster Blick galt der Frau, die totmüde neben ihm lag und fest schlief. Noch im Schlaf konnte der Däne allerdings die Anspannung im Gesicht seiner Freundin sehen. Langsam beruhigte sich der XO nun wieder. „Es war nur ein Traum...“ sagte er sich, doch er wusste, dass dieser Traum schon bald Realität werden mochte. Nun glitt sein Blick hinüber zu dem kleinen Kinderbettchen, in dem Luma Erika friedlich schlief. Alles in ihm sträubte sich gegen den Gedanken, nicht zusammen mit den anderen auf diese Mission gehen zu können. Doch die Befehle waren eindeutig gewesen. Toreen würde das Team auf Romulus anführen. |
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| + | Garrick war nun nachhaltig wach. Ein Blick auf den Chronometer sagte ihm, dass er noch etwa zwei Stunden Zeit bis zum Beginn seiner Schicht hatte. Er erhob sich und trat nach einem kurzen Blick in das süße Gesicht seiner schlafenden Tochter auf leisen Sohlen zu seinem Schreibtisch. Nach kurzer Überlegung sagte er leise: „Computer, zeige mir die Sensordaten vom Hintergrundrauschen der letzten 12 Stunden.“ Das war mit das Langweiligste, das er sich vorstellen konnte. Möglicherweise würde ihn das Studium dieser Daten wieder einschläfern. Auf dem Monitor erschien ein Balkendiagramm, das langsam von rechts nach links scrollte. Und tatsächlich, die Augenlider des Dänen wurden schon nach kurzer Zeit schwer – bis er auf einmal mehrere Peaks in der Darstellung wahrnahm. „Was'n das...?“ murmelte er schläfrig und stoppte die Darstellung. Er blinzelte sich die eben erst zurückgekehrte Müdigkeit aus den Augen, bevor er mit ein paar Tastendrücken das Frequenzband einschränkte und eine erste Analyse startete. „Wahrscheinlichkeit eines künstlichen Ursprungs: 96,765 Prozent.“ verkündete die Computerstimme. Garrick war hin und her gerissen. Einerseits lockte dort ein warmes Bett mit einer wunderschönen, wenn auch schlafenden Frau, andererseits konnte er hier auf etwas Interessantes gestoßen sein. Er überlegte kurz: „Mal sehen, wo das herkam...?“ und ließ den Computer eine entsprechende Richtungsbestimmung durchführen. „Ursprungsort lokalisiert“, meldete der Bordcomputer wenig später. Garrick wählte die Kartendarstellung aus und erstarrte, als er die Beschriftung des blinkenden Punktes las: Romulus. „Wahrscheinlich ein reiner Zufall!“ versuchte sich der Däne einzureden. Trotzdem analysierte er die Sensordaten nun genauer. |
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| + | Eine halbe Stunde später stand der Commander – noch immer im Freizeit-Look – vor dem Quartier von Dalen Lazarus. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich endlich die Tür und Garrick schaute in das verschlafene Gesicht des Wissenschaftsoffiziers, in das sich nun eine gehörige Portion Verblüffung mischte, als die müde blinzelnden Augen am XO der Katana hinauf und hinab glitten. „Sir...?“ brachte Dalen schließlich heraus. Der Däne schaute nun selbst kurz an sich herunter, meinte knapp: „Das erkläre ich später!“ und trat dann ein. In seiner Hand wedelte er mit einem Datenpadd. „Ich konnte nicht schlafen und hab mir die Daten des Hintergrundrauschens angesehen, und bin dabei über etwas gestolpert, dass eine versteckte Nachricht von Romulus sein könnte. Sie müssen mir helfen...“ Dalen hob langsam aber bestimmt die Hand: „Sie können nicht schlafen und schauen sich WAS an?“ erkundigte er sich ungläubig. Dann winkte er ab und trat zum Replikator, an dem er erst einmal zwei Tassen Kaffee orderte, mit denen er dann zum XO zurückkehrte, der immer noch ungeduldig mit dem Padd wedelte. „Romulus?“ erkundigte er sich dann. „Nachricht im Hintergrundrauschen?“ Garrick nickte. „Sie müssen mir helfen, sie zu entschlüsseln!“ Dalen brummte leise: „Vermutlich ist das eh nur der Wetterbericht für die Schattenseite von Remus: 'Morgen ist mit anhaltender Dunkelheit zu rechnen.'!“ Dann nahm er dem verdutzten Ersten Offizier das Padd aus der Hand und studierte die Daten. Nach einigen Augenblicken wurde die Miene des Wissenschaftsoffiziers jedoch ernst und er trat an seinen Computer. Wenig später waren die Daten kopiert und weitere Analysen durchgeführt. „Die Botschaft wurde offenbar gezielt in Richtung Föderationsraum gesendet“, meinte Dalen kurz darauf. Garrick nickte. „Deswegen bin ich zu Ihnen gekommen.“ Der Wissenschaftsoffizier nahm nun Platz und rief weitere Analyseprogramme und Entschlüsselungsalgorithmen auf. Ein Text erschien auf dem Bildschirm. Dalen lehnte sich zurück: „Definitiv kein Wetterbericht, Sir.“ Garrick trat um den Schreibtisch herum und schaute auf das Display. Dort stand: „Föderation! Drakh wissen Bescheid! Brauche Hilfe!“ Die beiden Offiziere tauschten einen langen Blick. Dann meinte Garrick: „Können wir herausfinden, von wo genau auf Romulus diese Botschaft stammt? Möglicherweise haben wir dort einen Verbündeten!“ Dalen nickte und tippte ein wenig auf seiner Computertastatur herum. „Sie werden es nicht glauben, Commander, aber die Warnung kommt direkt aus dem Sitz des Prätors.“ |
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| + | „Und was soll das nun bedeuten, Commander Andersson?“ Toreen Akida betonte die letzten beiden Worte gerade so, dass man es nicht unbedingt als geringschätzigen Tonfall einschätzen musste. Zusammen mit der übrigen Führungscrew saßen die beiden Offiziere im Besprechungsraum der Katana. „Das soll bedeuten, dass Ihr geheimer Plan offenbar kein Geheimnis mehr ist. Sie werden unsere Leute offensichtlich in eine Falle locken!“ erregte sich Garrick. Seeta legte ihr Padd, auf dem Dalens und Garricks Erkenntnisse die versteckte Botschaft betreffend aufgelistet waren, langsam zur Seite. Dann sagte sie: „Das stimmt vielleicht. Aber der Absender bittet auch ganz eindeutig um Hilfe. Und er scheint im Machtzentrum von Romulus zu sitzen – zumindest nicht sehr weit davon entfernt. Vielleicht kommen wir über ihn nah genug an die romulanische Führung heran, um allen von einem Keeper befallenen Personen die Droge zu verabreichen?“ Garrick musterte seine Freundin. Objektiv betrachtet hatte Seeta natürlich Recht. Doktor Maddigan erhob das Wort: „Dann sollten wir versuchen, mit dieser Person Kontakt aufzunehmen.“ Lew Sulik mischte sich ein: „Nun mal langsam, auch diese Botschaft könnte doch Teil der Falle sein, oder? Wenn wir hier eine Antwort in den Subraum blasen, wissen die Rommies doch sofort, wo wir sind! Da können wir die Katana ja gleich wie einen Christbaum schmücken!“ Bevor die Diskussion zu sehr ausufern konnte, hakte Captain Ebbersmann ein: „Vielen Dank für Ihren blumigen Vergleich, Lieutenant“, schmunzelte er. Dann fuhr er ernster fort: „Der Einwand ist nicht unberechtigt. Wir wissen nicht, wer der Absender ist. Wir können nur hoffen, dass die Warnung ernstgemeint ist. Der Punkt ist: Für die Drakh beziehungsweise die Romulaner ändert sich durch diese Botschaft nichts. Sie wissen, dass wir kommen, zwar nicht genau wann, wer und wo, aber sie wissen es. Für uns ändert diese Botschaft dagegen viel: Wir wissen nun, dass wir erwartet werden. Ob Falle oder nicht: Unsere Strategie muss geändert werden.“ Er machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: „Wir müssen die Drakh bekämpfen, daran führt kein Weg vorbei. Das heißt, Umkehren kommt nicht in Frage. Mit etwas Glück haben wir sogar einen Verbündeten auf Romulus. Diese Option können wir nicht ungenutzt lassen. Wir haben noch etwa zehn Tage, bis wir auf Romulus eintreffen. Diese Zeit werden wir nutzen: Mr. Lazarus, Miss Yadeel, XO, arbeiten Sie eine Möglichkeit aus, eine Antwort so zu senden, dass eine Lokalisierung der Katana so gut wie unmöglich wird! Und Sie, Mr. Toreen, überarbeiten Ihr geplantes Vorgehen. Berücksichtigen Sie, dass unser Team mit stärkerem Widerstand zu rechnen haben wird, aber auch, dass wir möglicherweise Unterstützung durch Romulaner erhalten.“ |
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| ==Mark de Boer== | | ==Mark de Boer== |
Version vom 13. Juni 2011, 16:49 Uhr
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