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Aus KatanaWiki
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- | | Log = 205 | + | | Log = 206 |
| | Staffel = 21 | | | Staffel = 21 |
- | | Autor = Garrick Andersson | + | | Autor = Lew Sulik |
- | | Titel = | + | | Titel = Sesam öffne dich |
- | | Sternzeit = 60.793,9 | + | | Sternzeit = 60.795,5 |
| | Inhalt = | | | Inhalt = |
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- | Obwohl Garrick es als oberste Priorität ansah, zunächst die Crew so schnell wie möglich von Bord der gestrandeten Katana zu bringen, rief er nun Seeta und Doktor Lazarus zu sich. "Ich möchte, dass wir uns selbst ein Bild von der Lage des Antimaterie-Vorratsbehälters machen. Möglicherweise finden wir einen Weg, das System zu stabilisieren." Da Elisheba nicht in Hörweite war, nahm Seeta den Captain zur Seite: "Hältst Du es für eine gute Idee, dort hinab zu steigen? Ich denke, der gute Doktor und ich sind durchaus in der Lage, die Situation zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Dein Platz sollte hier bei der Crew sein." Garrick grummelte leicht: "Bist Du sicher, dass Du nicht Erster Offizier werden willst?" Dann wurde er aber wieder ernst: "Hier kann ich nicht viel tun; die Crew ist konzentriert und motiviert an der Arbeit und jeder weiß, was er zu tun hat. Dort unten gibt es ein technisches Problem und darum sollten sich diejenigen kümmern, die am ehesten qualifiziert sind. Eine dritte Meinung kann sicher nicht schaden." Seeta seufzte zwar leicht, gab sich dann aber geschlagen. Vermutlich konnten sie und der Tev'Mekianer jede Hilfe dort unten gebrauchen. So rüsteten sich die drei Offiziere mit einer ausreichenden Anzahl Leuchtstäben sowie hitzebeständigen Anzügen aus, bevor sie sich von der Shuttlerampe auf den beschwerlichen Weg in die Jefferiesröhren ihres Schiffes machten.
| + | Im dichten Gedränge der Shuttlerampe 1 standen die Führungsoffiziere direkt vor dem rießigen Hangartor versammelt. Den anwesenden Crewmen war es immer noch nicht gelungen das Tor zu öffnen, denn ohne Energie waren sämtliche Systeme des Schiffes inaktiv. Die kommandierenden Offiziere der Katana waren gerade dabei zu beraten, wie der Verschlussmechanismus des Tors doch noch betätigt werden konnte und Lieutenant Commander Seeta wollte ihren Ansatzpunkt gerade erläutern als hinter ihnen ein dumpfes Pochen vom Boden aus zuhören war. Captain Andersson drehte sich um und sah, wie einige Personen hastig zur Seite drängten um eine Bodenplatte frei zu machen. Danach schoss die Verschlussklappe regelrecht auf und Lieutenant Commander Sulik steckte seinen Kopf durch die Öffnung und leuchtete mit einem matten Leuchtstab in die Runde. „Habt ihr euch etwa zum Gebet hier versammelt?“, kommentierte er frech als er sich aus dem Zugang zu einer der Wartungsröhren hievte. Der Captain und einige seiner Offiziere traten näher und Garrick forderte Bericht: „Wie ist die Situation im Heck des Schiffes? Was ist mit den dortigen Crewmen?“ „Da unten wird es verdammt heiß, habt ihr euch schon mal die Antimaterietanks angeschaut? Da stimmt was nicht!“ Der Pilot klopfte einigen Dreck und Staub von seinem Overall als er, die Beine noch in der Wartunglucke baumelnd da saß. |
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| + | „Wir haben uns alle in Shuttlerampe 2 versammelt und einige spazieren inzwischen schon draußen herum.“, war die nicht unbedingt sternenflottenmäßige Meldung des Piloten als er sich aufrichtete und seinem Captain gegenüber trat. Dieser schaute etwas erstaunt: „Sie konnten das Hangartor öffnen?“ „Ja, darum bin ich hier. Einer der Suchtrupps kam vorbei und erzählte von der peinlichen Situation hier.“, führte Lew näher aus und deutete auf das Hangartor: „Ihr seid offenbar immer noch nicht drauf gekommen wie man den Mechanismus knackt.“ „Wir waren gerade dabei zu erörtern wie wir das bewerkstelligen sollen. Wenn Sie eine Meinung dazu haben, bitte.“, war die im Unterton leicht gereizte Antwort von Lieutenant Commander Yadeel auf die unterschwelligen Sticheleien des Geschwaderführers der Katana. Dieser zuckte mit den Schultern und meinte: „Das Notfallverschlusssystem ist im Grunde einfache Mechanik ohne viel zusätzlicher Systeme.“ „Das ist uns sehr wohl bewusst, Mister Sulik.“, herrschte Yadeel den Geschwaderführer nun an mit dem sie immer noch so ihre Probleme hatte. Wenn dieser auch noch indirekt ihre technische Kompetenz Frage stellt reagierte sie erst recht gereizt. Mit einem giftigen Funkeln in den Augen entgegnete sie dem renitenten Piloten: „Die Frage ist, wie wir diesen Mechanismus ohne die Schiffssysteme auslösen.“ |
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- | Eine geraume Weile später standen die drei dann vor der halb geöffneten Tür zur Antimaterieaufbewahrung. Offenbar hatte sich das Schott durch die Hitze bereits so verzogen, dass es Elisheba und ihrem Team nicht mehr gelungen war, die Tür zu schließen. In ihre Schutzanzüge gehüllt, traten die Offiziere schließlich in den Raum, der in ein dunkel-oranges Licht getaucht war. Trotz der Anzüge fühlten die drei die unglaubliche Hitze auf der Haut. Der Vorratsbehälter, der die Antimaterie enthielt, glühte. Garrick warf Seeta und Lazarus einen Blick zu, bevor er konstatierte: "Von diesem Schiff hätte doch schon längst nur noch ein Haufen Asche in einem mittelgroßen Krater übrig sein dürfen?!" Da die Hitze trotz der Anzüge nur schwer zu ertragen war, bedeutete der Captain seinen Begleitern daraufhin, sich wieder in die relative Kühle des Korridors zurückzuziehen. "Meinungen?" erkundigte er sich dann. Garrick sah es Seeta an, dass es ihr ganz und gar nicht in den Kram passte, keine sofortige Erklärung anbieten zu können - und konnte diese Empfindung gut nachvollziehen, da es ihm momentan nicht anders erging. Lazarus wiegte dagegen leicht den Kopf, bevor er sagte: "Das duonetische Feld hat unsere Systeme lahmgelegt. Letztenendes bezieht all unsere Technik ihre Energie aus Teilchen, die sich in ihren Leiterbahnen bewegen. Ein Erklärungsansatz für die Wirkungsweise eines duonetischen Feldes ist, dass das Feld genau die Bewegung der Ladungsträger hemmt, wodurch kein Energiefluss mehr möglich ist. Eine weitere - etwas kühne - These dieser Theorie besagt, dass ein duonetisches Feld ausreichender Stärke sogar die Reaktion zwischen Materie und Antimaterie verlangsamen oder gar stoppen könne. Möglicherweise sehen wir den Beweis für diese These gerade vor uns. Die Antimaterie reagiert mit der Materie des sie umschließenden Behälters, aber statt einer Explosion verläuft die Reaktion sehr viel langsamer, etwa vergleichbar einer Verbrennung."
| + | Doch der Lieutenant Commander blieb eine verbale Antwort schuldig und zog stattdessen wortlos sein Kampfmesser aus dem Pilotenoverall und ging zur Wand neben dem Hangartor wo er mit einigen Mühen eine Wandverkleidung öffnete. Dahinter kamen einige inaktive Plasmaleitungen und verschiedene Relais zu Tage, doch hinter diesen war deutlich ein mechanischer Komplex zu erkennen. Während er mit dem Messer durch das Gewirr an Leitungen und Relais hindurch an diesem Mechanismus herum fummelte gab Lew fast beiläufig von sich: „Das System hat einen Schwachpunkt – über den ich mich übrigens in mehreren Berichten beschwert habe – mit dem lässt sich das Hangartor auch ohne Energie öffnen.“ |
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- | Garrick hob ob dieses Erklärungsversuchs eine Augenbraue, bevor er erwiderte: "Nun, in Ermangelung einer besseren Theorie, nehmen wir einfach mal an, dass Sie Recht haben, Doktor. Was würde das für die Katana und uns bedeuten, falls die Antimaterie irgendwann durch den Behälter hindurch schmilzt?" Der Wissenschaftsoffizier antwortete: "Da kann ich auch nur spekulieren. Vermutlich wird sich die Antimaterie der Schwerkraft folgend den Weg nach unten frei schmelzen." Garrick nickte und wollte dann wissen: "Mit welchen weiteren Beschädigungen müssten wir in einem solchen Fall rechnen, Seeta?" Die Zanderianerin überlegte nicht lange: "Die unteren beiden Decks sind bei dem Aufprall schon recht stark beschädigt worden. Es befinden sich dort aber keine wichtigen Systeme, die noch weiter in Mitleidenschaft gezogen würden. Es wird aber sicherlich zu größeren Hüllenbrüchen an der Unterseite des Schiffes kommen. Ohne einen genauen Scan ist das aber schwer einzuschätzen." Der Captain nickte erneut und stellte dann fest: "Wir werden also sicherheitshalber mit der Evakuierung des Schiffes fortfahren und einen Sicherheitsabstand einnehmen, falls es doch noch zu einer Explosion kommen sollte." Er machte eine kurze Pause, bevor er Seeta und Lazarus ansah und durch die Tür deutete: "Ich möchte zumindest versuchen, unsere Leute dort zu bergen. Mit etwas Glück halten wir die Hitze in den Anzügen lange genug aus."
| + | Auf einmal war ein ohrenbetäubender Knall in der großen Halle zu hören, gerade so als ob eben eine riesige, altertümliche Kanone abgefeuert wurde. Die meisten der versammelten Crewmen zuckten unwillkürlich zusammen und einigeb gelang es sich trotz des Gedränges in Deckung zu hechten als wären sie auf einem Schlachtfeld. Als der Knall noch in der Shuttlerampe wieder hallte starrten alle auf das Hangartor das einen Spaltweit offenstand und langsam auf und ab baumelte. Durch den circa dreißig Zentimeter breiten Schlitz strömte nicht nur helles Licht sondern auch kühle Luft die den bereits reichlich aufgebrauchten Sauferstoff im Raum ersetzte. Ein Aufatmen ging durch die Reihen der Versammelten und der vorherige Schrecken schien fast vergessen. |
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| + | „Ich nehme an, sie haben meine Beschwerden deshalb nicht bearbeitet, weil sie wussten, dass wir den Schwachpunkt irgendwann mal gebrauchen könnten?“, gab Sulik mit einem frechen Grinsen von sich. Seeta wollte gerade etwas entgegnen, doch Garrik hob die Hand schaute sie mit einem eindringlichen Blick an, eine Streiterei konnte er nun wirklich nicht gebrauchen. Auf Grund der Notsituation waren die Nerven aller verständlicherweise angespannt und unter der dünnen Schicht der Professionalität wühlten sich die Emotionen auf. Der Captain hatte in einer solchen Situation darauf zu achten, dass Disziplin und Ruhe gewahrt blieben. Seeta gab schnaufend nach und schwieg, ihrem hochrotem Kopf war aber trotz des fahlen Lichts die Verärgerung deutlich anzuerkennen. Garrick wusste nur zu gut, dass sie bei jedem anderen Captain nicht so leicht nachgegeben hätte. |
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- | Garrick, Seeta und Dalen befanden sich in den Jefferies-Röhren auf Deck 18, als ihnen Manoel Ramirez und Alexandra Black mit ein paar Crewmen im Gefolge entgegen kamen. "Da sind Sie ja!" entfuhr es dem Sicherheitschef und er schob ein schnelles "Sir!" nach, um sich seine Besorgnis um den Kommandanten und die beiden anderen Offizierskollegen nicht zu sehr anmerken zu lassen. Garrick entgegnete: "Wir sind soweit in Ordnung, Mr. Ramirez. Nur ein wenig angesengt." Mit Blick auf die beiden Leichen, die er zusammen mit Seeta und Dalen bereits vier Decks herauf getragen hatte, seufzte er dann kurz und ergänzte: "Leider kann ich das nicht von Crewman Myers und T'Lak behaupten." Manoels Gesichtsausdruck verhärtete sich kurz, als er im spärlichen Licht der Leuchtstäbe ebenfalls einen Blick auf die verstorbenen Kameraden warf. "Wir übernehmen die beiden ab jetzt, Sir." Captain, Chefingenieurin und Wissenschaftsoffizier nickten dankbar, worauf sich die ganze Gruppe dann langsam und überwiegend schweigend wieder in Bewegung setzte.
| + | Der erste Offizier trat näher in die Runde und fragte: „Warum öffnet sich das Tor nicht ganz?“ „Der Notfallverschlusssystem dient nur dazu, das Tor fest verschlossen zu halten, mit dem Öffnungsmechanismus hat es nichts zu tun.“, erklärte der Captain Andersson, der ebenso wie Commander Lieutenant Yadeel genau an diesem Punkt hatte ansetzen wollen bevor ihnen der Wing-Leader zuvor gekommen war. Es war Doktor Tyrone der als erster näher an das immer noch baumelnde Hangartor trat, den schmalen Schlitz betrachtete und dann an den Piloten gewandt bemerkte: „Ausgezeichnet Mister Sulik, jetzt muss ich allen nur noch eine auf Lysergsäurediethylamid, basierende Droge verabreichen, und wir alle werden so klein wie Alice im Wunderland. Dann können wir alle nach draußen spazieren.“ „Ich hab eine bessere Idee. Wir ziehen erst mal alle einen anständigen Joint durch und gehen dann morgen nach draußen.“, konterte Lew auf die spöttische Bemerkung des Arztes, den er seit seinem letzten Besuch auf der Krankenstation immer weniger ausstehen konnte. |
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| + | „Schluss damit!“, herrschte der Captain nun bestimmt die beiden Offiziere an, richtete sich aber damit genau genommen an die ganze Runde: „Wir müssen das Tor aufhebeln und weitgenug aufbekommen. Commander Krann, Lieutenant Commander Sulik, nehmen sie sich ein paar Leute und suchen ausreichend stabiles Material zusammen. Lieutenant Commander Yadeel, Mister Lazarus, sie übernehmen das Aufhebeln des Tores. Stellen sie dazu geeignete Mannschaften zusammen.“ |
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| + | Als sich die angesprochenen entfernten um die ihnen zugewiesenen Aufgaben auszuführen, richtete sich der Captain an seinen Sicherheitsoffizier: „Lieutenant. Sie organisieren dann die Leitung der Evakuierung. Wir versammeln die Crew erst mal auf dem Heck der Hülle. Stellen sie dann Leute aus ihrem Team zusammen, die einen geeigneten Evakuierungsplatz suchen. Achten sie darauf, dass diese Leute mit den Notfallkits ausgestattet sind. Wer weiß was uns da draußen erwartet!“ |
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Aktuelle Version vom 7. Juli 2012, 11:30 Uhr
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