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| ==Lew Sulik== | | ==Lew Sulik== |
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- | Dieser Teil des Logbuches ist noch nicht erstellt.
| + | Schweigend, aber innerlich angespannt vor Erwartung durchquerten die drei Offiziere der Katana die OPS der Gemini-Station auf den Besprechungsraum zu, wo bereits Commander Ethan Alizondo, Lieutenant Commander Toreen Akida und David Martell warteten. Der große Besprechungsraum der Gemini-Station war trotz der besonderen Scheiben vom grellen Licht des Wüstenplaneten durchflutet. Der helle, einladende Eindruck in dem großen Raum wollte sogar nicht zur ernsten Stimmung der Offiziere passen, die sich nur mit knappen und formlosen Floskeln begrüßten als sie sich an den großen Tisch setzten. Noch bevor die eigentliche Besprechung begann hob der Stations-Commander die Stimme: „Computer. Sicherheitsstufe zehn im Besprechungsraum! Autorisationscode: Alizondo-Alpha-Delta-Drei-Vier-Neun-Eins.“ Augenblicklich verdunkelten sich die Scheiben des Raumes so, dass nur noch ein schummriges Licht von außen herein drang und die Stationsbeleuchtung ein zwar helles, aber unnatürliches Licht ausstrahlte. Captain Ebbersmann kannte das neue Sicherheitsverfahren seit dem Dominionkrieg und ahnte, welche Scans, Kraftfelder und weitere Sicherheitsmaßnahmen nun im Hintergrund aktiviert wurden um den Raum nach außen abzuschirmen. |
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| + | Erst als ein grünes Licht an einem Panel aufleuchtete begann Commander Alizondo mit der eigentlichen Besprechung ohne sich mit Formalitäten aufzuhalten: „Captain Ebbersmann. Das Manöver ist abgesagt. Ich habe hier die neuen Befehle der Sternenflotte für sie.“, Captain Ebbersmann nahm das ihm das dargereichte PADD von Commander Alizondo entgegen, der trotz seines niedrigeren Ranges bis zu einem gewissen Rahmen gegenüber den Kapitänen seiner Station Weisungsbefugt war. In diesem konkreten Fall jedoch war der leitende Offizier der Station eher der Übermittler der Befehle als denn ein befehlshabender Vorgesetzter. |
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| + | Nachdem er das PADD mit seinem Sicherungscode freigeschaltet hatte, überflog Benjamin nur schnell die Inhaltsangabe und wartete auf die mündliche Ausführungen die der knappen Ankündigung des Commanders sicher noch folgen würde. Doch zu seinem Erstaunen ergriff nun der Geheimdienstoffizier Toreen Akida das Wort: „Captain. Der Geheimdienst der Sternenflotte hat in den letzten Monaten einen Großteil seiner Agenten im romulanischen Imperium verloren. Deshalb wissen wir inzwischen nur noch wenig über die internen Vorgänge im Imperium und vor allem was in der Führungsspitze von Staat und Militär vor sich geht. Es gibt zwar schon seit längerem Indizien, die auf eine Einmischung der Drahk hinweisen, aber letztlich fehlt die endgültige Sicherheit.“, wie es für den Geheimdienstmann eher untypisch war, holte er sehr weit aus um auf den eigentlichen Punkt zu sprechen zu kommen: „Um das zu ändern haben wir in Absprache mit Mister Martell eine spezielles Agententeam zusammengestellt. Ihre Aufgabe ist es getarnt in den romulanischen Raum einzudringen, bis nach Romulus vorzustoßen und das Agententeam abzusetzen.“ |
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| + | „Bei allem Respekt. Aber gibt es dafür nicht geeignetere Schiffe als die Katana?“, insistierte Commander Andersson augenblicklich und Captain Ebbersmann pflichtete ihm bei: „Für eine solche Mission sind doch normalerweise kleinere Schiffstypen vorgesehen. Ich schätze dem Geheimdienst stehen für solche Aufgaben besondere Schiffe mit speziell ausgebildeten Crews zur Verfügung.“ |
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| + | „Eigentlich haben sie Recht, Captain. Normalerweise werden Agententeams selten so direkt vor Ort abgesetzt. Aber dem Geheimdienst fehlt durch den Verlust an Spionen die notwendige Infrastruktur.“, erklärte der Geheimdienstmann emotionslos und richtete seinen Blick demonstrativ auf Lieutenant Commander Yadeel: „Die Katana wurde gewählt weil ihre Crew die größte Erfahrung mit den Drahk hat. Sollte etwas Unvorhergesehenes geschehen ist ihre Crew die geeignetste um mit solchen Problemen zu Recht zu kommen!“ |
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| + | Durch zusammengekniffene Augen fixierte Captain Ebbersmann den Geheimdienstoffizier mit einem festen, durchdringenden Blick. Dann sprach er mit ruhiger, aber fester und deutlich verärgerter Stimme: „Ich verstehe. Es geht gar nicht darum, nur ein Agententeam abzusetzen und sich wieder zurückzuziehen. Wir transportieren eine Spezialeinheit nach Romulus die Vorort sofort in Aktion tritt und bei Bedarf konkrete Maßnahmen ergreift. Wir sollen im Ernstfall deren Rücken decken.“ |
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| + | „Genau Captain.“, bestätigte Toreen Akida sachlich und kühl, dann merkte David Martell an: „Wir haben jetzt eine Methode die Keepertechnologie aufzuspüren und zu zerstören. Außerdem haben wir jetzt eine Droge entwickelt, die es ermöglicht sicher der Überwachung durch die Keeper zu entziehen.“ |
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| + | „Ich werde sie als beratender Geheimdienstoffizier auf dieser Mission selbstverständlich begleiten und das Agententeam und ihre Crew während des Fluges entsprechend vorbereiten.“, verkündete Toreen und reichte der Chefingenieurin ein PADD und meinte: „Das sind übrigens die neusten Spezifikationen für ihre Tarnvorrichtungen. Nehmen sie diese Modifikationen bitte vor um die Systeme an den aktuellen Stand zu bringen.“ |
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| + | Für Seeta genügte ein flüchtiger Blick auf das PADD um die grundlegenden technischen Spezifikationen zu erkennen. Mit einem sarkastischen Lächeln meinte sie: „Ich kenne diese Parameter. Wir haben sie selbst entwickelt bei unserer letzten Mission in den romulanischen Raum…“ |
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| + | „Hervorragend. Dann gibt es da ja keine Probleme.“, erwiderte der Mann vom Geheimdienst, ohne auf ihren Sarkasmus einzugehen. Noch bevor einer der anderen Offiziere das Wort ergreifen konnte erklärte Commander Alizondo das weitere Vorgehen: „Die wesentlichen Vorbereitungen sind getroffen. Wegen der ohnehin gespannten Lage innerhalb der cardassianischen Union wurden das geplante Manöver abgesagt. Die Katana wird offiziell auf eine Inspektionsreise zu Truppenverbänden geschickt. Sie müssen lediglich das Beglitin-System ansteuern und zur gegebenen Zeit die Tarnvorrichtung aktivieren. Dann nehmen sie den eigentlichen Kurs in das romulanische Imperium auf. Alles Weitere werden sie von Lieutenant Commander Toreen unterwegs erfahren. Die Besprechung ist damit beendet.“ |
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| + | Mit einer weiteren Nennung des Sicherheitscodes deaktivierte Commander Alizondo die Sicherheitssperren wieder und die Offiziere begannen den Raum zu verlassen. Doch als sich Captain Ebbersmann anschickte als letzter den Raum zu verlassen meinte Alizondo: „Captain. Warten Sie kurz.“ „Commander.“, antwortete Benjamin und wartete bis die anderen den Raum ganz verlassen und sich die Türen wieder geschlossen hatten. Dann ging er auf den Stationskomandanten zu, der hinter dem großen Tisch mit ausdrucksloser Miene stand. Sie waren bereits gute Bekannte und es verband sie wenn auch keine sehr innige, so doch aufrichtige Freundschaft. Dann zeigten Ethans Gesichtszüge einige Regung und er meinte: „Diese Mission war nicht meine Idee!“ „Davon ging aus.“, war die knappe Entgegnung des Captains der Katana der an Alizondo vorbei zu einem der großen Panoramafenster schritt. Auch Ethan wandte sich um und beide betrachteten für einige Sekunden schweigend das Hitzeflimmern auf dem Hochplateau vor ihnen. |
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| + | „Die Mission war Toreens Idee?“, gab Benjamin irgendwann von sich und es klang mehr wie eine Feststellung als eine Frage. Der Kommandant der Station nickte zu nächst und meinte dann: „Im Wesentlichen, Ja. Ich glaube er hat in dieser Sache mit den Drahk einen starken Ehrgeiz entwickelt.“ Wieder herrschte für einen Moment Stille bis Ethan anfügte: „Ich habe mich beim Oberkommando gegen diese Mission ausgesprochen. Leider vergeblich.“ „Das habe ich vermutet.“, antwortete der Kapitän der Katana ruhig. Dann wandte sie sich wieder vom Panorama vor ihnen ab und beide standen sich wieder direkt gegenüber. Der Commander meinte mit bedeutungsvoller Stimme: „Sei vorsichtig. Sowohl gegenüber den Romulanern, als auch gegenüber Mister Toreen.“ „Ich verstehe!“ „Und kommt in einem Stück wieder zurück! Ich möchte nicht, dass mein Flaggschiff gleich bei der ersten Mission verloren geht! Viel Glück!“ „Danke, davon können wir sicher mehr als genug gebrauchen!“ |
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| + | „Logbuch der USS Katana. Sternzeit 60.129,90. Captain Ebbersmann. |
| + | Die letzten Veranstaltungen der Konferenz auf der Gemini-Station sind nun beendet. Wir sind nun offiziell sowohl Leitschiff des 15. Forschungsverbandes und gleichzeitig Flaggschiff der drei Sternenflottenverbände im Tolan-Gemini –System. Das geplante Manöver musste jedoch abgesagt werden, offiziell wegen politischer Rücksichtnahme aber in Wahrheit und unsere neue Mission erst zu ermöglichen. |
| + | Parallel zu den letzten Terminen haben wir unsere geheimen Vorbereitungen für die kommende Mission abgeschlossen. Lieutenant Commander Toreen erwähnte, dass sich das Agententeam als Teil der neuen Crew bereits unter uns befindet und sich zu gegebener Zeit zu erkennen geben wird. Ein Verfahren dass mir persönlich überhaupt nicht gefällt. Ich weiß im Vorfeld nicht mit wem ich es zu tun habe. |
| + | Derzeit sind wir auf Kurs ins Beglitin-System um Cover-Geschichte einzuhalten. Weiß der Teufel was der Geheimdienst alles organisiert hat, um unseren wahren Aufenthalt zu verschleiern. Aber wer glaubt ernsthaft, dass wir in diesen kritischen Zeiten einfach auf Inspektionsreise zu abgelegenen Truppenabteilungen geschickt werden? Die ganze Mission ist nicht nur ein unglaubliches Risiko, sie erscheint mir auch immer zwielichtiger. Ich hoffe wir kommen mit heiler Haut dabei heraus. |
| + | Captain Ebbersmann. Ende.“ |
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| + | „Tarnvorrichtung aktiviert. Alle Systeme laufen fehlerfrei.“, kam die Meldung vom taktischen Offizier Manoel Ramirez, woraufhin der junge Fähnrich von der Navigationsstation verkündete: „Neuer Missionskurs aufgenommen. Vorrausichtliche Ankunft bei den Zielkoordinaten in zwanzig Tagen, sechs Stunden und achtundzwanzig Minuten.“ |
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| + | „Ausgezeichnet!“, kommentierte Lieutenant Commander Toreen und schickte sich an, die Brücke zu verlassen. Im vorbeigehen meinte er zum Captain, „Sir. Am besten ist eine Besprechung der Führungsoffiziere in einer Stunde.“ |
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| + | Doch Commander Garrick Andersson stand von seinem Sessel auf und versperrte dem Geheimdienstmann den Weg. So abrupt aufgehalten rannte der Bajoraner beinahe in den stämmigen ersten Offizier und verhinderte nur mit Mühe eine Kollision. Dessen ungeachtet lies der XO keinen Zweifel an seinem Ärger: „Lieutenant Commander! Nicht so schnell!“ |
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| + | Toreen Akida stolperte erst ein paar Schritte Rückwärts, bevor er sich wieder gefasst hatte. Doch er kam nicht dazu noch etwas zu erwidern. Denn Captain Ebbersmann stand nun seinerseits auf und ging auf den Geheimdienstmann zu: „An Bord dieses Schiffes, habe ich die Befehlsgewalt und wenn hier jemand eine Besprechung ankündigt, dann bin ich das! Sie mögen hier der Verbindungsoffizier zum Geheimdienst sein und diese Mission begleiten. Aber Captain bin immer noch ich. Haben wir uns da verstanden?“ |
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| + | „Natürlich, Sir.“, bestätigte Toreen augenblicklich und versuchte einen gefassten Eindruck zu machen als er nachgab: „Es war natürlich nur ein Vorschlag.“ „Gut, Vorschlag zur Kenntnis genommen und abgelehnt.“, verkündete Benjamin Ebbersmann über die Brücke und anschließend befahl er: „Besprechung der Führungsoffiziere sofort. Die leitenden Offiziere des EF-Teams und des Squadrons sollen ebenfalls anwesend sein. Ich will ein vollständiges Missionsbriefing und Mister Toreen wird uns endlich reinen Wein einschenken! “ |
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| + | Im Besprechungsraum der Katana warteten bereits die Führungsoffiziere des Schiffes mit dem Geheimdienstoffizier Toreen auf die Offiziere Lieutenant Sulik und Lieutenant Black, die aufgrund ihrer Tätigkeit abseits der Brücke am längsten brauchten. Als Lew Sulik als letzter eintraf ließ sich Akida mit einem süffisanten Lächeln zu einem bissigen Kommentar hinreisen: „Mister Sulik. Immer noch der Alte? Wie geht es ihnen denn?“ |
| + | Dem Staffelführer war die Antipathie die er für den Bajoraner hegte regelrecht anzusehen, doch anstatt einer ausfallenden Bemerkung schien er sich zu beherrschen. Still setzte er sich an den Konferenztisch, beugte sich leicht über Platte und meinte an Toreen Akida gerichtet: „Wissen sie das nicht schon längst?“ |
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| + | „Meine Herren!“, rügte der Captain die beiden Offiziere und kam dann ohne Umschweife auf die drängende Frage zu sprechen: „Mister Toreen. Wo ist denn jetzt das Agententeam?“ |
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| + | „Sir, die Befehle waren in dieser Hinsicht noch offen. Erst jetzt kann ich Ihnen die gesamten Befehle und Hintergrundinformationen geben. Das Agententeam wird sich aus Crewmitglieder der Katana zusammensetzen.“, war die prompte und unerwartete Antwort von Toreen Akida. Alle starrten den Bajoraner entsetzt an, als ob sie nicht glauben können, was dieser so eben gesagt hatte. Garrick Andersson hakte wütend und ungläubig nach: „Sie wollen also sagen, dass wir uns auf eine verdeckte Agentenmission auf Romulus begeben werden?“ |
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| + | „Ja Commander. Wir werden ausgewählte Crewmitglieder als Romulaner verkleidet auf den Planeten schicken, die Keepertechnologie aufspüren und zerstören.“ Mit einem Nicken zu den Offizieren Black und Sulik ergänzte Toreen: „Bei Bedarf unter Einsatz der Elite Force Einheiten oder Attack Fighter. Wir werden das möglichst flexibel nach den Anforderung Handhaben.“ |
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| + | „Aber wir sind nicht ausreichend vorbereitet und ausgebildet für eine verdeckte Mission auf Romulus!“, widersprach Commander Andersson vehement: „Weder haben wir ausreichende Kenntnisse über die romulanische Kultur um uns der Sitten und Gebräuche entsprechend auf Romulus zu verhalten, noch haben wir das notwendige Wissen über diese Keepertechnologie.“ |
| + | „Commander Andersson. Ich verstehe ihre Bedenken. Aber zum einen ist die Katana Crew schon allein durch ihre Erfahrung prädestiniert für diese Mission. Zum anderen benötigen wir beim derzeit geplanten Kurs fast drei Wochen bis nach Romulus. Zeit genug uns intensiv auf diese Mission vorzubereiten.“, lies Akida verlautbaren und kündigte vollmundig an: „Ich kann ihnen alle notwendigen Informationen geben, damit sie diese Mission zu einem erfolgreichen Ende führen können. Wir werden die Romulaner von den Drahk befreien und diesen Krieg beenden!“ |
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| ==Mark de Boer== | | ==Mark de Boer== |